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Portivity verspricht Fernsehen zum Anfassen

05.09.2007 | 16:53 Uhr |

Ein Klick auf den gefoulten Spieler und schon können Sie die Szene noch einmal in Zeitlupe anschauen. Danach läuft das Spiel zeitversetzt weiter, ohne dass Sie etwas verpasst haben. Eine derartige Interaktivität will Portivity bald für das mobile Fernsehen schaffen.

Ein internationaler Zusammenschluss von zehn Institutionen arbeitet derzeit an der nächsten Generation des mobilen Fernsehens, dem Portivity-Projekt (Portable Interactivity). Darunter befinden sich auch das deutsche Fraunhofer Institut für Sichere Informations-Technologie und der Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Ziel des von der EU geförderten Projektes ist es, bewegte Objekte in Film und Fernsehen interaktiv zu machen. Mit der Portivity-Technologie können zum Beispiel Schauspieler, Gebäude oder Gegenstände mit einem unaufdringlichen Rahmen gekennzeichnet werden. Mit einer Berührung auf dem Touchscreen oder einem Klick kann der Nutzer dann gezielte Multimedia-Inhalte zum ausgewählten Objekt abrufen. Dank der Time-Shifting-Funktion des digitalen Fernsehens verpasst er dabei aber nicht die laufende Sendung, sondern steigt wieder an dem Punkt ein, an dem er das Programm verlassen hat.

Vorstellbar ist dieser Service etwa bei der Übertragung von Fußballspielen. Ein Klick auf das Stadion offenbart Informationen zum Spielort oder zu den Mannschaftsaufstellungen, bei den Spielern verrät er Statistiken und wenn Sie die spannende Szene noch einmal in Zeitlupe betrachten wollen, benutzen Sie die Replay Funktion. Denkbar wären auch Lesezeichen. Diese könnten Sie per Knopfdruck während des Spieles setzen, um am Ende die ausgewählten Szenen noch einmal in Ruhe verfolgen zu können.

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