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Smartphone & Notebook

Die mobilen Trends zur IFA 2015

04.09.2015 | 11:00 Uhr |

In der Freizeit, aber auch bei der Arbeit. Die neuen mobilen Geräte haben größere Displays und lassen sich einfacher bedienen.

Größere Displays, höhere Rechenleistung, mehr Funktionen: Auf der IFA 2015 stehen diese Themen im Fokus bei Smartphones, Tablets und Notebooks – wie in den Jahren zuvor. Aber trotzdem ist alles anders: Denn die meisten von ihnen werden mit neuen Betriebssystemen laufen. Windows 10 steht im Zentrum der IFA und auch Android M, die neue Version von Googles mobilen Betriebssystem, wird sich bemerkbar machen.

Ein Gerät für Arbeit und Freizeit

Das neue Windows und das neue Android leiten einen weiteren Trend ein: Ob Smartphone, Tablet oder Notebook – alle Geräte sollen sich gleichermaßen in der Arbeitund der Freizeit einsetzen lassen. Im Trend liegen deshalb Tablets mit großen Displays und hoher Auflösung. So zum Beispiel das Pearl X13.Octa: Das Android-Tablet zeigt eine Full-HD-Auflösung auf einem 13,3 Zoll großen Display. Damit sehen Sie mehr auf dem Bildschirm und müssen beim Surfen nicht so häufig den Bildausschnitt verschieben. Außerdem macht eine hohe Pixeldichte die Darstellung schärfer: Buchstaben sehen aus wie gedruckt, was das Lesen und Schreiben erleichtert. Noch produktiver können Sie arbeiten, wenn Sie mehrere Apps nebeneinander auf dem Bildschirm platzieren und zwischen ihnen Daten austauschen können. iOS 9 und Android M, die neuen Versionen der mobilen Betriebssysteme von Apple und Google, bringen diese
Funktion mit.

Windows 10 am Start: Optimal für Kombigeräte

Windows kann das natürlich schon lange. Deshalb gilt das Betriebssystem von Microsoft als optimal zum Arbeiten für Notebooks und Tablets. Und mit Windows 10 , mit der auf der IFA 2015 alle neuen Windows-Notebooks und -Tablets ausgestattet sind, soll der Wechsel zwischen Tastatur und Touchscreen noch einfacher werden. Windows 10 bringt dafür den sogenannten Tablet-Modus mit: Dabei passt das Betriebssystem sein Erscheinungsbild an das Gerät an, auf dem es läuft. Auf einem Tablet werden Apps im Vollbild dargestellt, damit Sie Menüs besser lesen und Schaltflächen bequemer mit dem Finger treffen können. Auch die Taskleiste blendet Windows aus und stellt das Startmenü ebenfalls bildschirmfüllend dar. Auf einem Notebook läuft Windows 10 dagegen standardmäßig im Desktop-Modus, in dem geöffnete Apps in übereinanderliegenden Fenstern angezeigt
werden.

Besonders sinnvoll ist dieser Wechsel auf 2-in-1-Geräten, sogenannten Convertibles. Sie lassen sich je nach Einsatzzweck als Notebook oder Tablet verwenden, entweder mithilfe eines Dreh- und Faltmechanismus oder einer abnehmbaren Tastatur. Und Windows 10 macht diese Verwandlung mit. Das Satellite Radius 15 von Toshiba beispielsweise ist ein 15,6-Zoll-Notebook mit einem Full-HDBildschirm. Er lässt sich durch ein 360-Grad-Scharnier auf das Gehäuse legen, wodurch der Laptop zum Tablet wird. Die neuen Windows-Geräte lassen sich nicht nur per Tastatur und Touchscreen mit dem Finger bedienen, sondern auch mit der Stimme.
Die Spracherkennungs-Software Cortana debütiert mit Windows 10. Damit zieht Microsoft nach, denn iPad und iPhone sowie Android-Geräte verstehen Sprachbefehle schon länger. Für Cortana bringen die neuen Windows-10-Notebooks verbesserte Mikrofone oder spezielle Sondertasten mit. Übrigens: Wir haben Cortana eine Reihe frecher Fragen gestellt .

Kombigeräte aus Notebook und Tablet wie das Toshiba Satellite Radius 15 profitieren besonders von Windows 10.
Vergrößern Kombigeräte aus Notebook und Tablet wie das Toshiba Satellite Radius 15 profitieren besonders von Windows 10.
© Toshiba

CPUs mit 10 Kernen: Mehr Leistung, mehr Funktionen

Damit die mobilen Geräte Sprachbefehle begreifen und umsetzen können, braucht es hohe Rechenleistung. Die ist aber auch notwendig für Funktionen wie das Bezahlen per Smartphone, etwa über einen Fingerabdruckleser. Dann kann das Gerät die Aktion schnell freigeben und verschlüsseln. Aber natürlich steigern auch Displays mit immer höherer Auflösung und Spiele mit immer wirklichkeitsgetreueren Effekten den Leistungsbedarf. Bei aktuellen Smartphones erfüllen diesen Anspruch Mehrkernprozessoren wie der Qualcomm Snapdragon 820 oder der Snapdragon 615 mit acht Kernen oder der Mediatek Helio X20, der sogar über zehn Rechenkerne verfügt. Das LG G4s etwa nutzt den Octacore Snapdragon 615 und verfügt über ein 5,2 Zoll großes Full-HD-Display und LTE. Ebenfalls auf der IFA 2015 werden Geräte mit Intels neuer Prozessorgeneration Skylake zu sehen sein: Mit einer neuen Architektur sollen die CPUs leistungsfähiger werden und trotzdem sparsamer arbeiten. Außerdem sollen Notebooks mit Skylake kabelloses Laden beherrschen und sich über die neue Funktechnik Wigig kabellos mit Peripheriegeräten wie Tastatur, Maus und Monitor verbinden.

Android M: Mehr Sicherheit

Einige Smartphones, die auf der IFA an den Start gehen, bringen die neue Version von Android mit oder werden sich darauf aufrüsten lassen. Sie soll Smartphones und Tablets vor allem sicherer machen. Die Zugriffsrechte von Apps lassen sich damit auch nach der Installation anpassen – zum Beispiel, um ihnen zu verbieten, die Kamera oder Standortdaten zu nutzen. Außerdem unterstützt das Betriebssystem Fingerabdruckscanner, den viele neue Smartphones mitbringen. Das ermöglicht das Bezahlen per Smartphone, weshalb Google diese Funktion unter dem Namen Android Pay einführt.

Mobile Spezialitäten für Business und Familie

Mit Android lassen sich aber nicht nur Smartphones bauen: Beispielsweise präsentiert ZTE auf der IFA den tragbaren Mini-Beamer Spro 2 mit LTE und WLAN. Da er mit einem Akku läuft, lässt sich mit ihm an jedem Ort eine Präsentation abhalten: Die können Sie entweder im 16 GB großen Speicher ablegen oder kabellos über ein Smartphone abspielen. Auf der IFA steht auch das sehr junge Publikum im Blickpunkt. Kurio will mit dem Android-Tablet Tab2 Technik und Bewegung verbinden. Denn über eine Bewegungssteuerungm können die Kleinen bei den installierten Sport-Apps richtig aktiv werden. Und die Eltern behalten über Kinderschutzeinstellungen und Zeitbeschränkungen für Spiele die Kontrolle.

Mit dem Smartphone durch die virtuelle Welt

Hohe Rechenleistung und Auflösung nutzen auch Virtual-Reality-Brillen. Damit können Sie komplett in eine 3D-Welt abtauchen, für ein intensiveres Spiel- oder Lernerlebnis. Vor allem bei Spielen bieten die VR-Brillen eine faszinierende Erfahrung: Microsoft hat das bereits bewiesen mit der Hololens . Mit dieser VR-Brille können Sie in Minecraft virtuelle Klötzchen aufbauen und sich in der geschaffenen Welt umsehen. Google hat mit Cardboard eine günstige Papp-VR-Hülle im Programm, mit dem sich ein beliebiges Smartphone zur VR-Brille machen lässt. Einen virtuellen Blick in den Sternenhimmel erlaubt auf der IFA Universe2Go: Wenn Sie in diese Halterung ein Smartphone legen und in den Nachthimmel schauen, zeigt sie Ihnen mit der passenden App, welche Sterne Sie gerade erblicken.

Virtuelle Realität am Himmel: Mit Smartphone-Brillen wie der Universe2Go erweitern Sie den Blick auf die Umgebung.
Vergrößern Virtuelle Realität am Himmel: Mit Smartphone-Brillen wie der Universe2Go erweitern Sie den Blick auf die Umgebung.
© Universe2Go

Die IFA 2015 findet vom 4. bis 9. September 2015 statt.

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