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IFA: HD-VMD will Sprung nach Europa schaffen

04.09.2007 | 13:50 Uhr |

Das eher unbekannte HD-Format HD-VMD will auch in Europa durchstarten und gegen die Konkurrenz Blu-ray-Disc und HD-DVD antreten.

Auf der IFA zeigte New Medium Enterprises (NME) das hierzulande weitgehend unbeachtete HD-Format HD-VMD. Der Standard setzt ähnlich wie herkömmliche DVDs auf einen roten Laser mit einer Wellenlänge von 650 nm.

Pro Schicht finden fünf Gigabyte Daten Platz, die ersten Medien werden über drei (HD-VMD15) und vier (HD-VMD20) solcher Layer verfügen. Als wesentlicher Vorteil gegenüber den Konkurrenzformaten Blu-ray-Disc und HD-DVD gelten die deutlich günstiger zu produzierende Laufwerkselektronik als auch die entsprechend billiger herzustellenden Medien.

Der Standard kennt die Formate MPEG-1 und -2, DivX, H.264, WMV-9 und VC-1. Bei hochauflösendem Filmmaterial soll 1080p die normale Auflösung sein. An Tonformaten werden DTS, Dolby Digital und Linear PCM unterstützt.

In Frankreich ist der HD-VMD-Player NME ML 622S bereits im Handel – für rund 180 Euro inklusive fünf kostenlosen Filmen. Allerdings beherrscht das Gerät nur die Ausgabe als 1080i. Ein 250 Euro teures Schwestermodell gibt Filmmaterial jedoch auch als 1080p aus.

Während NME mit Distributoren aus diversen Ländern noch in Verhandlungen steht, sind HD-VMDs im deutschen Handel frühestens 2008 zu erwarten. Die Chancen gegenüber Blu-ray-Discs und HD-DVDs sind bestenfalls moderat: Im kommenden Jahr sollten auch für diese HD-Formate erschwingliche Player und mehr Filme erhältlich sein.

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