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IFA: Bis zu 500 CE-Händler geben jedes Jahr auf

31.08.2006 | 14:00 Uhr |

Von den etwa 8.000 CE- oder UE-Händlern in Deutschland streichen derzeit 300 bis 500 Unternehmen jährlich die Segel.

Von den etwa 8.000 CE- oder UE-Händlern in Deutschland streichen derzeit 300 bis 500 Unternehmen jährlich die Segel. Das sagt Dr. Rainer Hecker, Aufsichtsratschef der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik ( gfu ) und Vorstandsvorsitzender der Loewe AG , in einem FAZ-Interview. Zum Teil liege der Grund für das Aus der Händler in fehlenden Nachfolgeregelungen. Wesentlich sei aber der große Konkurrenzdruck und die negative Entwicklung der Margen.

Hecker räumt mit der vor allem in der IT-Branche noch immer vorherrschenden Meinung auf, dass in der klassische UE noch traumhafte Margen zu erzielen seien. Das ist seinen Angaben zufolge nicht der Fall. Die Durchschnittsmarge liegt ihm zufolge "im niedrigen einstelligen Bereich". Lediglich bei höherwertigen TV-Geräten ließen sich noch Spannen von 30 Prozent erzielen.

Der Preisverfall im Markt beträgt dem gfu- und Loewe-Manager zufolge zwischen 20 und 40 Prozent im Jahr. Darüber hinaus gibt es eine "Polarisierung beim Käuferverhalten": "Entweder die Leute entscheiden sich für sehr preiswerte, einfache Geräte, oder sie kaufen hochwertige und eher teure Fernseher. Das mittlere Segment des Marktes steht sehr unter Druck und mit ihm die Unternehmen, die sich darauf konzentriert haben." (sic)

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