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Berliner Messe erschließt neue Käuferschicht

31.08.2008 | 13:52 Uhr |

In diesem Jahr präsentieren Unternehmen neben der Unterhaltungselektronik erstmals auch Haushaltsgeräte wie Staubsauger oder Kaffeemühlen. Diese Erweiterung der Produktpalette scheint der Berliner Messe nicht im Geringsten zu schaden.

Am ersten Messetag stand der Andrang in den erstmals eingerichteten Hausgeräte-Hallen dem im Unterhaltungselektronik-Bereich in nichts nach. Zahlreiche Besucher verfolgten Kochshows an neuartigen Einbauherden oder standen für eine Kostprobe von Säften oder Kaffee aus eleganten Mixern und Automaten an. Zu den wohl häufigsten Aussprüchen Menschen zählte jedoch wie schon im Vorjahr: „Kuck mal, der hier ist noch dünner.“ Einmal mehr stehen Flachbildfernseher aller Größen im Mittelpunkt der Internationalen Funkausstellung. Neben den immer schmaleren Gehäusen der TV-Geräte zählen in diesem Jahr auch tragbare DVD-Player, Blu-ray-Player oder durchgestylte Lautsprechersets zu den Blickfängern in den Messehallen.

Was für den Wettstreit um die größten Zoll-Maße für Bildschirmdiagonalen gilt, scheint sich auch im Rennen um die größten Umhängetaschen wiederzuspiegeln, die an den Ständen an Besucher verteilt werden. Der Inhalt fällt dabei mit Kugelschreibern, Prospekten, Buttons und Süßigkeiten aber eher bescheiden aus.

Im Vergleich zum Vorjahr fällt jedoch das Wachstum der abgetrennten Bereiche für Fachbesucher an den einzelnen Ständen auf. Während sich die Hersteller mit Händlern austauschen und Geschäfte abschließen, macht sich der fortschreitende Wandel der IFA von einer Besuchermesse zum Branchentreff bemerkbar. So ist das Branchenareal beim deutschen Fernsehhersteller Loewe ebenso groß wie der öffentlich zugängliche Teil des Messestandes. Andere Hersteller setzen auf gemütliche Lounges oder Galerien.

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