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IFA 2005: Siegeszug digitaler Technik

Die Begeisterung für neue Unterhaltungselektronik lockt ab heute (Freitag) wieder hunderttausende Besucher zur Internationalen Funkausstellung in Berlin. In diesem Jahr stehen vor allem digitale Flachbild-Fernseher, Festplattenrecorder, der hochauflösende Fernsehstandard HDTV und auch der Fortschritt bei der Vernetzung der gesamten Heimunterhaltung im Mittelpunkt. Die Branche fährt dank der neuen Trends der Gesamt-Konjunktur davon und erwartet nach einem weiteren Schub durch die IFA erstmals einen Jahresumsatz von mehr als 20 Milliarden Euro.

Die unangefochtenen Stars der 45. Funkausstellung sind die flachen Fernseher mit großen LCD- oder Plasma-Bildschirmen. Mit Bildschirm-Diagonalen von bis zu 2,5 Metern sind sie in allen Ausführungen vom Luxus-Gerät in individuellem Design bis hin zum Billiganbieter-Modell für weniger als 1000 Euro ( wir berichteten ). Die neuen Geräte wecken die Kauflust. Laut einer vom "Stern" vorgestellten Studie wollen sich in den kommenden zwölf Monaten sechs Millionen Verbraucher in Deutschland einen neuen Fernseher leisten, rund die Hälfte von ihnen ein Flachbild-Gerät ( wir berichteten ).

Im Fokus stehen auch Medien-Server - Unterhaltungs-PCs für das Wohnzimmer, die gar nicht mehr wie Computer aussehen und von deren Festplatten Filme oder Musik über Fernseher oder HiFi-Anlage abgespielt werden können. Viele neue Geräte können unter einander auch drahtlos über WLAN-Funknetze ohne die lästige Verkabelung verbunden werden.

Bei den boomenden Festplatten-Recordern, die die Aufzeichnung auf Videokassette nur wegen des recht hohen Preises noch nicht gänzlich verdrängt haben, treten nun auch verstärkt Billiganbieter an und könnten die noch dominierenden Markenhersteller unter Druck setzen. Zwei konkurrierende Industriegruppen stellen mit Blu-ray und HD-DVD ihre Formate für die DVD-Nachfolge vor, eine Markteinführung in Deutschland wird jedoch nicht vor Ende 2006 erwartet.

Zu sehen sind auch Geräte für mobiles Fernsehen, unter anderem auf dem Handy. Sie sollen einen Schub unter anderem durch die Fußball-WM 2006 in Deutschland bekommen. Die Industrie lotet auch die neuen Möglichkeiten für interaktives Fernsehen aus.

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