136850

Umweltfreundlicheres Produktdesign mit neuer Norm

31.01.2008 | 12:36 Uhr |

Produktdesign hat bei IT-Geräten und Unterhaltungselektronik zukünftig neben Optik und Bedienbarkeit auch etwas mit Umweltverträglichkeit zu tun. Eine neue internationale Norm soll die Designer unterstützen.

Entwickelt wurde die Norm IEC 62075 von der Internationalen elektrotechnischen Kommission (IEC). Das Regelwerk bezieht sich auf den gesamten Lebenszyklus eines Gerätes, also nicht nur auf den eigentlichen Herstellungsprozess. Berücksichtigung finden neben den verwendeten Materialien unter anderem die bei der Herstellung verwendete Energie, die Effizienz des Gerätes im Betrieb, der Stromverbrauch im Stand-by-Modus sowie die Entsorgung möglicherweise für die Umwelt problematischer Komponenten.

Eine solche Norm ist sinnvoll, denn in der Vergangenheit sind viele Hersteller von IT-Geräten und Unterhaltungselektronik in die Schlagzeilen geraten, weil sie den Umweltschutz völlig außer Acht ließen. So hat etwa Greenpeace Ende 2007 in der jährlichen Beurteilung der Umweltbemühungen großer Firmen den Spielekonsolen-Hersteller Nintendo sehr schlecht benotet.

Zudem ist in Deutschland am 14. November des vergangenen Jahres das Umweltschadensgesetz (UschadG) in Kraft getreten. Es besagt, dass Unternehmen für Umweltschäden haften müssen, die sie nach dem 30. April 2007 verursacht haben. Stellt beispielsweise ein mittelständiges Unternehmen Geräte oder Bauteile für die Unterhaltungselektronik-Branche her und verursacht dabei eine Umweltverschmutzung, kann dies teuer werden. Was als Verstoß gegen die Auflagen zu werten ist, zeigt unter anderem die neue internationale Norm auf.

0 Kommentare zu diesem Artikel
136850