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IE 7.0: Firefox-Entwickler findet auch lobende Worte

02.02.2006 | 14:44 Uhr |

In seinem Blog äußert sich der Mozilla-Entwickler Asa Dotzler über die kürzlich erschienene öffentliche Testversion des Internet Explorer 7.0. In einem langen Eintrag fasst er seine ersten Eindrücke zusammen und findet neben einiger Kritik auch lobende Worte für den Microsoft-Browser. Vor allem wegen seiner Oberfläche. Einige der im IE 7 enthaltenen Funktionen könnten auch ihren Weg in Firefox finden.

Asa Dotzler, Community Coordinator bei der Mozilla Foundation und Leiter des Quality Assurance and Testing Program, hat seine ersten Eindrücke vom Internet Explorer 7 Beta 2 (Preview) in seinem Blog in einem langen Eintrag veröffentlicht. "Ich habe keine Zweifel, dass das IE 7 Projekt ein direktes Ergebnis unserer Arbeit ist, den Leuten eine bessere Erfahrung beim Surfen im Web zu bieten", schreibt Dotzler und fügt hinzu: "Wir haben hier eine wunderbare Arbeit bei Mozilla gemacht und haben das weltgrößte Software-Unternehmen dazu gebracht, seinen Hintern zu erheben und erneut an die Anwender zu denken."

Lobende Worte findet Dotzler für die Oberfläche des neuen IE. Vieles sei von dem übernommen worden, was Firefox und andere Browser vorgemacht hätten. Microsoft habe aber auch einige eigene Ideen einfließen lassen, die teilweise gut seien.

Bei Tabbed Browsing habe Microsoft vieles von Firefox übernommen, inklusive der Hotkeys. Zu dem "Schließen"-Button in jedem Tab erklärt Dotzler, dass man dies auch für Firefox geplant habe und eine solche Funktion mittels Firefox-Erweiterung verfügbar sei. "Ich glaube wir kehren dazu zurück in einer der kommenden Firefox-Versionen", schreibt Dotzler. Zu der Lösung, wie sich der IE 7 bei vielen geöffneten Tabs verhält, äußert sich Dotzler ebenfalls positiv. Für Firefox habe man bisher keine optimale Lösung finden können und auch die des IE 7 sei aber noch nicht absolut zufrieden stellend. Die "Quick Tab"-Funktion bezeichnet Dotzler als "nettes Feature" und fügt hinzu: "Vielleicht sollten wir etwas ähnliches machen."

Bei dem neuen Sucheingabefeld neben der Adresszeile betont Dotzler, dass Microsoft dem folgt, was Firefox vorgemacht hatte. Ihm gefällt beim IE, dass sich ein Suchprovider einfach wieder aus der Liste entfernen lässt. "Wir sollten das unbedingt auch machen", schreibt Dotzler. Viele Anwender hätten sich das schon bei Firefox gewünscht und es spräche nichts dagegen, eine solche Funktion einzubauen.

Die neue Zoom-Funktion (unten rechts in der Statuszeile im IE 7 Beta 2) verhalte sich wie bei Opera. "Vielleicht ist die Zeit gekommen, sie für Firefox in Erwägung zu ziehen", so Dotzler. Dabei müsste aber sichergestellt werden, dass die Funktion nicht die Lesbarkeit einer Website beeinträchtige. Ebenfalls positiv äußert sich Dotzler zu dem kombinierten Vor- und Zurück-Verlauf (zur Erklärung: die aktuelle Seite wird in der Mitte angezeigt, darunter und darüber die vorher und später besuchten Seiten).

Dass einige Seiten mit dem IE 7 derzeit noch nicht richtig angezeigt werden, wertet Dotzler positiv. Das würde zeigen, dass die Entwickler von Microsoft Veränderungen an der Rendering Engine des IE durchführen. Er lobt zusätzlich, dass Active-X standardmäßig ausgeschaltet ist. Dass das System allerdings nach der Installation neu gestartet werden muss, findet er schlecht. Außerdem kritisiert er, dass die Position der Toolbars derzeit noch nicht geändert werden kann.

Den kompletten Blog-Eintrag von Asa Dotzler, inklusive aller positiven und negativen Eindrücke vom Konkurrenz-Browser, finden Sie auf dieser Seite .

Internet Explorer 7: Jetzt dürfen auch Sie testen! (PC-WELT Online, 01.02.2006)

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