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IDF: Wandert Intels Speicherinterface in die CPU?

04.03.2005 | 10:04 Uhr |

Pläne und Gerüchte vom IDF.

Seit AMD vor zwei Jahren den Speichercontroller in die CPU integriert hat, muss sich Intel die Frage gefallen lassen, warum das Unternehmen dieses pfiffige Konzept eigentlich nicht selbst verwendet. Der integrierte Controller sorgt für kürzere Latenzen und damit – vor allem seit AMD Mitte 2004 den Sockel 939 eingeführt hat - für schnellere Speicherzugriffe.

Als auf dem Intel Developer Forum (IDF) in San Francisco, USA, diese Frage einem Intel-Ingenieur gestellt wurde, nickte Pat Gelsinger, Vize Präsident bei Intel (siehe Bild), bejahend, wie Beobachter meinen. Vom befragten Ingenieur kam erwartungsgemäß kein konkreter Hinweis auf aktuelle Vorhaben.

Gelsingers unwillkürliches Nicken gibt zu denken: Für 2007 plant Intel eine Common Platform Architecture. Dabei handelt es sich um einen Chipsatz und einen CPU-Sockel, der sowohl für Xeon- als auch Itanium-CPUs geeignet sein soll. Das wäre ein günstiger Zeitpunkt, um den Speichercontroller in die CPU zu integrieren.

Zu diesem Thema kursieren bereits einige Gerüchte: Unbestätigten Meldungen zufolge sollen für 2007 ein in die CPU integrierter Speichercontroller und eine in diesem Zusammenhang stehende, geheimnisvolle, CSI-Schnittstelle geplant sein. Manche glauben, CSI stehe für Common Serial Interface. Ein Intel-Mitarbeiter gab sogar zu, von CSI gehört zu haben, vermutete jedoch eine parallele Schnittstelle. Man darf weiter gespannt bleiben.

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