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IDF: Nvidia zeigt Geforce 6 – fürs DVD-Abspielen

09.09.2004 | 11:39 Uhr |

Neben weithin Bekanntem wie der SLI(Scan Line Interleaving)-Technik und dem Notebook-Grafikmodul MXM legte Nvidia bei einer Präsentation in einem Hotel in der Nähe des IDF großen Wert auf das Abspielen von Videomaterial.

Neben weithin Bekanntem wie der SLI (Scan Line Interleaving)-Technik und dem Notebook-Grafikmodul MXM legte Nvidia bei einer Präsentation in einem Hotel in der Nähe des IDF großen Wert auf das Abspielen von Videomaterial: Nvidia Pure Video, der dedizierte Videoprozessor in den Geforce-Karten der 6000er-Serie soll einen deutlichen Qualitätsvorsprung gegenüber den Lösungen von ATI haben. Laut Nvidia kam diese Innovation bei allen Tests der neuen Geforce-Karten zu kurz.

Auf mehreren Demo-Systemen zeigte Nvidia die Wiedergabe von High-Definition-Video – dank Pure Video soll das sogar auf Rechnern mit einer 2-GHz-CPU ruckelfrei funktionieren. Auch beim De-Interlacing, also der Vollbild-Wiedergabe von Fernsehmaterial, das in Halbbildern vorliegt, soll Pure Video der Konkurrenz überlegen sein. Eine weitere Funktion, die Nvidia vorführte, war Videoskalierung: Ein AVI-Video mit 320 x 240 Bildpunkten lief dank Pure Video ohne deutlich sichtbare Artefakte auf einem Monitor mit 1600 x 1200 Pixel.

Die Vorteile von Pure Video sind laut Nvidia derzeit nur mit der hauseigenen DVD-Player-Software N-stant Media nutzbar – mit Herstellern wie Intervideo (Win DVD) und Cyberlink (Power DVD) sei man aber im Gespräch.

Mobile Grafikprozessoren, die auf Geforce 6000er-Technik basieren und damit auch Pure Video mitbringen, wird Nvidia nur als PCI-Express-Modelle auf den Markt bringen. Das soll im ersten Quartal 2005 passieren, wenn Intel mit Alviso den entsprechenden Notebook-Chipsatz präsentiert.

Zum Thema SLI sagte ein Nvidia-Mitarbeiter, dass der Aufbau mit den beiden Grafikkarten auch in 16x- und 4x-PCI-Express-Steckplätzen möglich sei. Nvidia empfehle aber die Konfiguration mit 16x- und 8x-PCI-Express-Slots, wie sie auch auf der ausgestellten Platine mit Intels Tumwater-Chipsatz zu sehen war. Zwei Grafikchips auf einer Karte unterzubringen sei momentan nicht sinnvoll: Aufgrund der zusätzlichen Speichermodule und des Leiterbahnen-Routings würde eine derartige Karte zu lang für die üblichen PC-Gehäuse. Erst mit kleineren Chiparchitekturen als den derzeitigen 130 und 110 Nanometer ließen sich solche Pläne verwirklichen.

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