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Intel zeigt neue Mikro-Architektur Nehalem

18.09.2007 | 20:35 Uhr |

Im November wird Intel die neuen Penryn-Prozessoren auf den Markt bringen. Das kündigte Intel-Präsident Paul Otellini auf dem Intel Developer Forum (IDF) an. Außerdem zeigte er eine erste Live-Demo der neuen Mikro-Architektur Nehalem.

Zum Start des IDF kündigte Intel-Chef Paul Otellini an, dass die ersten Prozessoren in der neuen 45-Nanometer-Architektur „Penryn“ am 12.November auf den Markt kommen werden. Es wird sich um die Server-Version "Harpertown" und die Extreme Edition QX9650 mit 3 GHz handeln. Derzeit fertigen zwei Fabriken in Orgegon und Arizona die 45-Nanometer-Prozessoren, 2008 werden zwei neue Fabriken in Israel und in Alberquerque (New Mexiko) hinzukommen - bereits im dritten Quartal 2008 sollen mehr 45-Nanometer-CPUs als Prozessoren in der 65-Nanometer-Architektur ausgeliefert werden. Insgesamt will Intel ab Ende 2007 20 Prozessoren auf Basis der Penryn-Architektur vorstellen - Zum Beispiel soll Anfang 2008 ein mobiler Penryn-Prozessor als Refresh für die Centrino-Plattform Santa Rosa erscheinen.

Laut Otellini hat Intel bisher über 10 Millionen Santa-Rosa-CPUs ausgeliefert. Ab Mai sollen dann Notebooks mit der neuen Mobil-Plattform „Montevina“ auf den Markt kommen. Otellini präsentierte in seiner Rede einen ersten „Mobilrechner“, der mit Montevina-Komponenten ausgestattet war.

Eine der wichtigsten Neuerungen bei Montevina wird ein Netzwerk-Modul sein, das sowohl WLAN wie Wimax unterstützt (Codename „Echo Peak“). Die Notebook-Hersteller Lenovo, Asus, Acer, Panasonic und Toshiba haben bereits Montevina-Notebooks mit Wimax angekündigt. Intel erwartet, dass die Wimax-Technik bis 2012 bis zu 1,3 Milliarden Menschen vernetzen wird.

Otellini versprach für Mobilprozessoren eine 10fache Reduzierung des Stromverbrauchs gegenüber 2005 – erreichen will Intel dies durch die ultra-mobile Plattform Menlow mit dem Chipsatz Poulsbo und den hochintegrierten Prozessor Silverthorne, der Ende 2008 auf den Markt kommen soll. Das nächste Stromspar-Ziel bei Intel sind dann Prozessoren, die sich auch im Idle-Modus – also dann, wenn sie nichts zu tun haben – noch effizienter verhalten: Bis 2010 will Intel hier ebenfalls eine Reduzierung um den Faktor 10 erreichen.

Die neue Mikro-Architektur Nehalem präsentierte Otellini als Live-Demo in einem funktionierenden System, das Windowx XP und Mac OS 10 bootete. Der Nehalem-Prozessor wird bis zu acht Kerne und 731 Millionen Transistoren besitzen. Außerdem arbeitet er mit Simultaneous Multi-Threading – damit kann der Prozessor dem Betriebssystem bis zu 16 logische Kerne zur Verfügung stellen. Weitere neue Funktionen von Nehalem sind der in der CPU integrierte Speicher-Controller und ein neuer leistungsfähigerer Systembus (Quickpath Interconnect). Nehalem soll in der zweiten Jahreshälfte 2008 auf den Markt kommen. 2009 steht dann der Schritt auf die 32-Nanometer-Fertigung ins Haus. Otellini präsentierte in seiner Rede bereits einen ersten Wafer aus der 32-Nanometer-Produktion.

Für 2009 plant Intel außerdem eine Grafiklogik, die in den Prozessor integriert ist. Der Grafikteil wird dabei in 45 Nanometer gefertigt sein. Ein Jahr später sollen sowohl Grafiklogik als auch Prozessor im 32-Nanometer-Design produziert werden.

Sehr viel näher ist dagegen der Start des High-End-Chipsatzes X38: Er soll ab 10.Oktober erhältlich sein. Intel will damit vor allem Spieler adressieren – der X38 soll umfassende Overclock-Möglichkeiten mitbringen, zum Beispiel zum Übertakten des Speichers. Außerdem unterstützt er zwei PCI-Express-Grafiksteckplätze (PCI-Express 2.0) mit voller 16fachen Bandbreite.

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