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Intel stellt neue Atom-CPUs und App-Store vor

15.09.2010 | 11:06 Uhr |

Intel hat auf dem Intel Developer Forum in San Francisco neue Atom-Prozessor vorgestellt. Zudem präsentierte der Chip-Gigant seinen neuen App Store.

Intel hat heute auf dem Intel Developer Forum (IDF) eine Reihe an Hard- und Software-Lösungen vorgestellt, die Ergebnis des verstärkten Engagements im Bereich System-on-a-Chip (SoC) Produkte auf Basis der Intel Atom-Prozessor-Familie sind. Diese Prozessoren kommen in Netbooks, Tablets, der Unterhaltungselektronik, Embedded Systemen und Smartphones zum Einsatz.

Vorgestellt wurden die Intel Atom E600er-SoC-Prozessoren (Codename „Tunnel Creek“). Diese wurden laut Intel speziell für Embedded-Anwendungen wie In-Vehicle-Infotainment-Systeme für Autos, Smart Grid-Geräte und IP-Telefone entwickelt. Der SoC integriert zusätzliche Funktionen auf dem Chip und verfügt über eine offene Schnittstelle für Entwickler. Um die Entwicklung und Anpassung zu erleichtern, bieten Hersteller wie OKI Semiconductor, Realtek Semiconductor und STMicroelectronics Interconnect-Chipsätze an; Hersteller wie Dialog Semiconductor und Rohm Co. liefern Chips zur Regulierung der Spannung oder der Synchronisierung von Taktraten. Eine mögliche zukünftige Anwendung des E600er-Prozessor zeigte Visteon für In-Vehicle-Infotainment.

Intel gab zudem erste Details zum kommenden Atom Prozessor mit dem Codenamen„Stellarton“ Preis. Der Prozessor besteht aus dem Atom-Prozessor E600 sowie einem FPGA von Altera auf einem Multi Chip-Package. Damit können Kunden ihre proprietäre I/O oder Beschleunigung einbauen, Entwicklern wiederum können ihre Designs schnell an wechselnde Anforderungen anpassen. Weiterhin gab Intel einen Ausblick auf die Intel SoC-Plattform „Oak Trail“.

Mit der Vorstellung der Intel Atom Prozessor CE4200 (Codename „Groveland“) zeigte Inte wie der Prozessor die nahtlose Integration von Internet und Fernsehen unterstützt. Der SoC bietet Hardwareunterstützung für 3D und H.264 HD-Kodierung. Dies ermöglicht sogenannte „Sync and go“-Anwendungsmodelle und damit das umrechnen verschiedener Dateiformate für unterschiedliche vernetzte mobile Gerate und Geräte der Unterhaltungselektronik. Der Chip umfasst mehrere Input-Streams, die den Bau von Geräten ermöglichen, die Unterhaltungsinhalte von verschiedenen Quellen beziehen können (Home Gateway). Der Atom CE4200 bietet Smart Power Management-Funktionen, die automatisch Teile des Chips ausschalten, wenn sie nicht im Einsatz sind. Mit einem speziellen Software Development Kit und den passenden Tools können OEMs Software-Entwicklungszeiten verkürzen und einmal geschriebene Anwendungen auf unterschiedliche Geräte übertragen, wie Intel verspricht. Der Chip-Gigant kündigte in diesem Zusammenhang an, dass ADB, Samsung, Sagemcom und Technicolor Settop-Boxen auf Basis der neuen SoC-Lösung bauen werden.

Intel AppUp Center für Endkunden

In dem neuen Onlinestore für Endkunden sind ab sofort Anwendungen zu finden, die für Netbooks optimiert sein sollen. Dieser App Store für Netbooks enthält sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Anwendungen für Unterhaltung, Social Networking, Spiele und Produktivität, die für die Bildschirmgröße eines Netbooks optimiert sind. Nutzer können die Apps vor dem Kauf zunächst testen („Try before you buy“). Zur Eröffnung des Intel AppUp Centers sind dort ab sofort Adobe AIR Anwendungen sowie Applikationen von Unternehmen wie Accuweather, Barnes & Noble, Funkitron, Gibson Guitars, iWin, Kapla*, KONAMI und Lifetime erhältlich.

Um die Netbook-Besitzer weltweit zu erreichen, kündigte James Vereinbarungen mit den Händlern Best Buy, Dixons (Großbritannien) und Croma (Indien) an. Diese werden das Intel AppUp Center auf allen Netbooks vorinstallieren, die sie in ihren Läden verkaufen; aktuelle Netbook-Besitzer können den Online-Download nutzen. Auch Asus wird laut James seine Version des Intel AppUp Centers auf Netbooks, den „Asus App Store“, im Oktober starten.

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