20.09.2007, 00:25

Thomas Rau

IDF

Intel: Spärliche Details zur neuen Centrino-Generation Montevina

Bereits im Mai 2008 sollen Notebooks mit der neuen Centrino-Generation Montevina auf den Markt kommen. Doch auf dem IDF gab sich Intel zu diesem Thema ziemlich zugeknöpft - auf der Bühne gab es immerhin ein erstes Montevina-Notebook zu sehen.

Der zweite Tag des IDF steht ganz im Zeichen der Mobilität. Denn Notebooks werden immer wichtiger für Intel – schon 2009 will man mehr Mobil- als PC-Prozessoren ausliefern. Doch viel Neues hatten die Intel-Redner nicht zu erzählen. Zur anstehenden Notebook-Plattform Montevina, die im Mai 2008 an den Start gehen soll, gab es kaum frische Infos: Intel versprach, dass die Rechenleistung des Montevina-Prozessors doppelt so hoch sein werde wie bei der ersten Centrino-Plattform, die man im Jahr 2003 auf den Markt gebracht hatte.

Die Montevina-Komponenten (Prozessor Penryn, Chipsatz Cantiga, Netzwerk-Modul Echo Peak) sind geschrumpft, sodass sie auf einer bis zu 60 Prozent kleineren Platine unterkommen, der Prozessor wird gegenüber dem derzeitigen mobilen Core 2 Duo um ein Viertel kleiner: Das soll kleinere, flachere Notebooks möglich machen. Der maximale Stromverbrauch der neuen Mobil-CPU auf Basis des 45-Nanometer-Kerns Penryn wird bei 25 Watt liegen – die aktuellen Core-2-Duo-CPUs verbrauchen bis zu 34 Watt.

Dazu tragen auch verbesserte Stromsparfunktionen bei: Die Penryn-CPU kann den Cache komplett abschalten und die Kernspannung weiter reduzieren (Deep Power Down State, C6). Damit verbraucht der Prozessor weniger Strom, wenn er nichts zu tun hat (Idle Power) – und in diesem Zustand befindet sich ein Notebook-Prozessor die meiste Zeit.

Auch die Leistung der mobilen Grafiklogik haben Intels Entwickler im Fokus: Sie wollen die Grafikleistung im Notebook bis 2010 verzehnfachen im Vergleich zu 2006.
Als kabellose Netzwerktechnik für Montevina favorisiert Intel Wimax – die breitbandige Kabellos-Verbindung soll sich vor allem in den USA durchsetzen – der Mobilfunkprovider Sprint will bis Ende 2008 die wichtigsten amerikanischen Großstädte mit Wimax versorgen. In Deutschland hat unter anderem das US-Unternehmen Clearwire Wimax-Frequenzen erworben, das auch auf dem IDF für Wimax warb.

Das Netzwerk-Modul „Echo Peak“ in Montevina unterstützt sowohl WLAN als auch Wimax. Es besitzt aber den gleichen Formfaktor wie die bisherigen Minicard-WLAN-Module – damit steigen der Platzbedarf und der Stromverbrauch des Doppel-Moduls im Vergleich zu den aktuellen WLAN-Modulen nicht.
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