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Ausblick auf Manycore-Architektur und Embedded Internet

20.08.2008 | 09:12 Uhr |

Auf der IDF hat Pat Gelsinger, Senior Vice President bei Intel und General Manager der Intel Digital Enterprise Group, einen ersten Ausblick auf die Manycore-Architektur geworfen.

Dual-Core-CPUs sind schon die Regel geworden, Quad-Core-CPUs sind im Kommen und auch sonst besteht der Trend zu immer mehr Prozessorkernen. Auf der IDF stellt Intel den neuen 6-Kern Xeon-Prozessor vor, der ab September erhältlich sein wird. Dabei wird es sich um den ersten Prozessor handeln, der beim für Datenbanken relevanten Industrie-Standard TPC Benchmark C eine Rechenleistung von 1 Million Transaktionen pro Minute erreicht.

Auf der IDF gab es von Intels Pat Gelsinger weitere Informationen zur ersten Manycore-x86-Architektur: Larrabee. Seit längerem bereits in der Entwicklung, ist die Einführung dieser Architektur für 2009 oder 2010 geplant. "Larrabee wird sich auf den Grafikmarkt für PCs konzentrieren und DirectX sowie OpenGL unterstützen", heißt es seitens Intel. Durch die Einführung wird erwartet und erhofft, dass Software entwickelt wird, die auf Prozessoren mit bis zu Tausenden von Kernen optimiert ist.

Intels Vision von der nächsten Internetgeneration trägt den Namen "Embedded Internet". Damit sind handliche Geräte gemeint, die ständig an sind und in Verbindung mit dem Internet stehen. Anwender können damit jederzeit Informationen aus dem Internet abrufen oder Internet-Applikationen nutzen. Intel sieht in diesem Bereich einen attraktiven Wachstumsmarkt, bei dem sich bis zu rund 15 Milliarden Geräte bis Ende 2015 absetzen lassen. Diese Geräte werden damit auch dafür sorgen, dass die Zahl der Internet-Nutzer in den kommenden Jahren massiv ansteigt.

"Embedded Internet" wird auch in Autos zum Einsatz kommen, wie live von BMW auf der IDF mit einem Prototypen vorgeführt wurde. In dem Auto steckt ein echtes 3D-Navigationssystem, dass die Umgebung erkennt, die man gerade abfährt und auf Sehenswürdigkeiten nicht nur aufmerksam macht, sondern auch gleich akustisch interessante Informationen über diese Sehenswürdigkeiten verrät. Die hinten mitfahrenden Personen können über Monitore und Internet Filme ansehen oder Surfen. Das in dem Auto steckende System basiert auf Intels Atom-CPU. Damit können auch für PCs entwickelte Software bei dem System im Auto eingesetzt werden, wodurch es besonders flexibel ist.

Grundlage für kommende Internet-Geräte seien, so Gelsinger, stromsparende und möglichst kleine CPUs, die in jedes Gerät passen. Mit den Atom-CPUs wurden bereits die ersten Prozessoren für Netbooks vorgestellt. Unter dem Codenamen Moorestown werkelt Intel bereits an CPUs, die auf einem Chip auch die Grafik-, Speicher-. und Videocontroller enthalten. Damit wird in Geräten nicht nur an Kosten gespart, sondern auch an Platz. Mit den "Moorestown"-CPUs kann 2009 oder 2010 gerechnet werden.

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