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IT-Ausgaben in Deutschland wachsen weiter

Die Konjunkturdelle, die durch die weltweite Krise im Finanzsektor verursacht wurde, wird mittelfristig dem IT-Markt nicht viel anhaben können, prognostizieren die Marktforscher von IDC. Das soll sowohl im privaten als auch im Industriesektor Fall sein.

Laut IDC legte der IT-Markt im vergangenen Jahr spürbar zu, begünstigt durch die gute Konjunktur und insbesondere durch die hohen Investitionen vieler Unternehmen. Die Aussichten durch die Krise an den Finanzmärkten hätten sich in letzter Zeit zwar etwas eingetrübt, doch erwarten die Marktforscher in den Jahren 2008 bis 2012 einen weiteren Anstieg der IT-Ausgaben in Deutschland um 4,6 Prozent. Nach den Ergebnissen einer neuen Studie sei davon auszugehen, dass der deutsche IT-Markt in den kommenden Jahren weiter expandieren wird, wenn auch zunächst in etwas verlangsamtem Tempo.

"Die Abkühlung der weltweiten Konjunktur wird zwar auch an Deutschland nicht spurlos vorübergehen, jedoch sind die zugrunde liegenden Fundamentaldaten der deutschen Wirtschaft weiterhin aufwärts gerichtet", stellt Joachim Benner, Research Analyst bei IDC in Frankfurt, fest. So ließen steigende Investitionen der öffentlichen Hand und zunehmende verfügbare Einkommen der privaten Haushalte auch eine Erhöhung der IT-Ausgaben von dieser Seite erwarten. Hierdurch soll die langsamere Gangart bei den Unternehmensinvestitionen zum Teil kompensiert werden. IDC geht zudem davon aus, dass die Krise im Bankensektor nicht zu Ansteckungseffekten auf andere Branchen führt, auch wenn sich die Finanzierungsbedingungen etwas verschlechtern dürften.

Alles in allem rechnet IDC mit einem Anstieg der IT-Ausgaben in Deutschland in den Jahren 2007 bis 2012 mit einer jährlichen Rate von 4,6 Prozent. Wachstumstreiber sei dabei insbesondere der Softwaremarkt, der von Themen wie SOA und "Software as a Service" profitiert. Auch der Markt für IT-Services, der inzwischen 42 Prozent des Gesamtmarkts ausmacht, soll weiter deutlich zulegen. Schwach entwickle sich hingegen das Hardwaresegment, das unter dem anhaltenden Preisverfall leidet.

"Mit Wachstumsraten von insgesamt deutlich über 4 Prozent wird der IT-Markt in den kommenden Jahren kräftiger expandieren als die Gesamtwirtschaft. Damit unterstreicht die IT-Branche ihre Stellung als wichtiger Wachstumstreiber in Deutschland", resümierte Benner. (jm)

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