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IDC: Ipod Shuffle ein Bombengeschäft für Apple

24.02.2005 | 16:16 Uhr |

Die Analysten von IDC haben die Kosten-/Gewinnrelation beim Ipod Shuffle genauer unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Bereits jetzt verdient Apple bei jedem verkauften Gerät gutes Geld und es kann nur besser werden.

Die Marktforscher von IDC sind der Frage nachgegangen, wie viel der neue Ipod Shuffle in der Produktion eigentlich kostet. Im Ergebnis kamen die Analysten zu dem Schluss, dass Apple pro verkauftem Player geschätzte 35 bis 40 Prozent Profit macht, was in der High-Tech-Branche nicht gerade wenig ist.

Die wohl teuerste Komponente ist nach Ansicht von IDC der verbaute Flash-Speicher von Samsung. Ida Rose Sylvester, Analystin bei ICD, schätzt die Kosten für die 512 MB auf rund 37,50 Dollar. Dies entspricht rund zwei Dritteln der geschätzten gesamten Herstellungskosten von 59 Dollar pro Gerät. Damit fährt Apple (bei einem Verkaufspreis von 99 Dollar) pro Player rund 40 Dollar Gewinn ein, also knapp 40 Prozent.

"Apple erreicht sehr sehr gute Margen mit dem Shuffle", so Sylvester. Und weiter. "Unsere Kostenanalyse basiert auf den Produktionspreisen des vierten Quartals, was vermutlich der Zeitpunkt war, als sie (die Komponenten) eingekauft haben. Ab einem gewissen Punkt werden sie zu günstigeren Flash-Chips wechseln und die Marge wird sich weiter verbessern."

So sollen die Preise für Flash-Speicher laut IDC-Schätzungen in diesem Quartal auf 31,25 Dollar fallen. Damit würde der Player - sofern die Preise für die anderen verwendeten Materialien nicht steigen - rund 46 Prozent Gewinn einbringen.

Doch nicht nur der Player füllt die Kassen, sondern auch die durch den Shuffle generierten Downloads von Musik aus dem Itunes Music Store. Diese können zwar nicht direkt gemessen werden, doch insgesamt betrachtet verfolgt das Unternehmen einen ähnlichen Kurs wie Hersteller von Spielekonsolen, die das eigentliche Geld mit dem Verkauf von Spielen machen. Allerdings mit einem wichtigen Unterschied: Während viele dieser Unternehmen mit der Hardware Verluste einfahren, macht Apple sowohl auf der Hard- als auch auf der Software-Seite Gewinne.

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