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ICQ auch auf dem Handy

21.02.2003 | 15:52 Uhr |

Mit Carrier-Abkommen versucht die AOL-Tochter ICQ den Zugang auf das eigene Instant Messaging-System weiter zu öffnen. Lösungen für Java, Symbian, i-Mode, SMS und WAP sind verfügbar und erlauben bisher etwa 15 Millionen offiziellen Teilnehmern den Zugang. Die bislang tolerierten Open Source-Lösungen und Clones haben demgegenüber mit einem Patent und der jederzeit möglichen Absperrung des Netzwerkes zu rechnen.

Mit Carrier-Abkommen versucht die AOL-Tochter ICQ den Zugang auf das eigene Instant Messaging-System weiter zu öffnen. Lösungen für Java, Symbian, i-Mode, SMS und WAP sind verfügbar und erlauben bisher etwa 15 Millionen offiziellen Teilnehmern den Zugang. Die bislang tolerierten Open Source-Lösungen und Clones haben demgegenüber mit einem Patent und der jederzeit möglichen Absperrung des Netzwerkes zu rechnen.

Über 150 Millionen Anwender zählen nach eigenen Angaben zum weltumspannenden ICQ-Netzwerk des Instant Messaging-Dienstes. Jede Sekunde kommt demnach ein neuer ICQ-Account hinzu; der Windows-Client ist seit über 180 Wochen an der Spitze des Cnet-Download-Rankings zu finden.

Dem Trend zu mobilen Lösungen folgend bietet ICQ inzwischen eine breite Palette von ICQ-Clients an, mit denen man vom Handy aus partizipieren kann. Während ICQ-Clones und Open Source-Lösungen für Handys bislang vom Betreiber toleriert den Zugang zum ICQ-Netzwerk ermöglichen, arbeitet ICQ selbst direkt mit den Server-Anbietern (Carrier) zusammen. In Deutschland besteht derzeit ein Vertrag mit E-Plus um den Zugang über die i-Mode-Handys zu ermöglichen.

Prinzipiell bietet ICQ diverse Clients an. Im einfachsten Falle kann man beispielsweise über einen SMS-Gateway (2-way SMS) direkt kommunizieren. Etwas komfortabler sind Lösungen für J2ME (Java), native Symbian, WAP und i-Mode die jeweils über das Messaging hinaus auch Online-Chats erlauben und zudem in einer Kontaktliste anzeigen, ob Bekannte ebenfalls Online sind. Zudem bietet ICQ auch ein "embedded"-Paket an, welches ein Handy-Hersteller direkt in ein Gerät integrieren kann.

Nachdem ICQ im letzten Jahr ein Patent für "Instant Messaging" erteilt bekam, behält sich der Hersteller potentielle Schritte gegen Mitbewerber und Trittbrettfahrer vor. Auch die bisherige Politik der Tolerierung von inoffiziellen ICQ-Clients sorgt für eine gewisse Unsicherheit. Der ICQ VP Operations Amit Shafir wiegelt allerdings ab: "Wenn jemand 10.000 oder gar 100.000 Anwender über seinen Client und unser System kommunizieren lässt ist dies zwar illegal, aber wir tolerieren das. Wir behalten uns aber das Recht vor, die inoffiziellen Clients jederzeit auszuschließen.".

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