14.06.2012, 19:06

Michael Söldner

ICANN

Google, Apple und Microsoft kämpfen um neue Top Level Domains

©icann.org

Mit generischen Top Level Domains soll das Internet grundlegend verändert werden. Die für die Vergabe verantwortliche ICANN hat heute konkrete Zahlen bekannt gegeben.
Neben den bislang üblichen Domainendungen wie .com oder .de soll es in Zukunft auch so genannte generische Top Level Domains (gTLD) geben, die beispielsweise auf .art, .game oder .app enden. Das Interesse an diesen neuen Endungen fällt nach Angaben der für die Bewerbung zuständigen ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) sehr hoch aus. Insgesamt gingen bereits 1409 Anfragen ein, an 230 Endungen haben gleich mehrere Bewerber Interesse.

Allein 13 Anfragen drehen sich um die .app-Endung, zehn Bewerber möchten eine .art-Endung erwerben. Das größte Interesse bekunden Google und Amazon, die sich gleich 101 beziehungsweise 76 Adressen sichern möchten. Der Großteil entfällt dabei auf die Endungen .book, .game, .music und .store.

Der Suchmaschinenriese Google ist speziell an Adressen zu seinen Diensten YouTube, Android oder Chrome interessiert. Microsoft verfährt ähnlich und will .hotmail, .skye oder .skydrive erstehen. Lediglich Apple würde sich mit der Endung .apple zufrieden geben.
ICANN, .com, TLDs: Diese wichtigen Internet-Änderungen gibt es 2012

Die Preise für derartige Endungen fallen jedoch extrem hoch aus. Schon für die Prüfung musste eine Gebühr von 185.000 US-Dollar entrichtet werden. Bei einer Zusage werden dann jährlich 25.000 US-Dollar fällig. Für die ICANN lohnt sich die Vergabe also besonders. Schon jetzt konnten 357 Millionen US-Dollar durch die Vergabe eingenommen werden.
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