2098324

IBMs erster 7-Nanometer-Chip ist nicht aus Silizium

13.07.2015 | 10:44 Uhr |

IBM hat den ersten im 7-Nanometer-Verfahren hergestellten Chip vorgestellt. Dafür musste ein neues Material entwickelt werden.

IBM hat den ersten Chip vorgestellt, der im 7-Nanometer-Verfahren hergestellt worden ist. Aktuell setzen Hersteller noch das 14-Nanometer-Verfahren ein, wie etwa Intel bei seinen aktuellen Broadwell-Chips. Die GPU-Chip-Hersteller, wie etwa Nvidia oder AMD, wollen sogar noch die nächsten Jahre das 28-Nanometer-Verfahren nutzen. Intel hat für das Jahr Jahr 2017 den Umstieg auf das 10-Nanometer-Verfahren angekündigt.

IBM blickt da schon ein großes Stück weiter in die Zukunft und hat nun den weltweit ersten, funktionierenden 7-nm-Prozessoren präsentiert.

Wie IBM mitteilt, war es nicht möglich, den ersten 7-Nanometer-Chip nur aus purem Silizium herzustellen. Stattdessen kam eine Silizium-Germanium-Legierung zum Einsatz, um die Bewegung der Elektronen auf einer so kleinen Fläche zu verbessern. IBM hat die Legierung gemeinsam mit Samsung, GlobalFoundries, dem SUNY Polytechnic Institute und weiteren Unternehmen entwickelt. Auch Intel hatte bereits angekündigt, dass nur noch beim 10-Nanometer-Verfahren zum letzten Mal reine Silizium-Chips hergestellt werden.

Bei der Produktion des ersten 7-nm-Chips setzte IBM die Extreme Ultraviolet Lithography (EUV-Lithografie) ein, die einen Lichtstrahl verwendet, der - vereinfacht gesagt - viel "dünner" als bei den bisher eingesetzten Lithografie-Verfahren ist.

Die ersten 7-Nanometer-Chips werden laut IBM wohl erst im Jahre 2017 auf den Markt kommen. Sie sollen bei der Performance und dem Energieverbrauch um bis zu 50 Prozent besser als die vorherige Generation sein. Auf den 7-Nanometer-Prozessoren soll Platz für bis zu 20 Milliarden Transistoren sein. Zum Vergleich: Der neue Intel Broadwell-U bietet "nur" Platz für 1,9 Milliarden Transistoren.

0 Kommentare zu diesem Artikel
2098324