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IBM will Nummer Eins werden

11.03.2005 | 17:50 Uhr |

Die Übernahme des PC-Geschäfts von IBM durch Lenovo ist perfekt: Die US-Regierung hat zugestimmt. Die neue Firma hat große Ziele: Bei PCs und Notebooks will man die Marktführer Dell und HP angreifen.

Die US-Regierung hat die Übernahme des PC-Geschäfts von IBM durch die chinesische PC-Firma Lenovo gebilligt. Laut IBM kann der Deal nun wie vorgesehen umgesetzt werden: Zum 1.Mai wird in Deutschland aus IBM Lenovo - zumindest, was PCs und Notebooks angeht. Für eine Übergangszeit von maximal 18 Monaten wird auf den Geräten aber noch das IBM-Logo kleben - den Kunden soll der Wechsel nicht sofort ins Auge fallen.

Auch die Produktbezeichnung "Think", etwa in Thinkcentre für PCs und Thinkpad für Notebooks, bleibt weiterhin erhalten - sie gehört aber nun Lenovo.

Vieles bleibt also beim Alten - schließlich sollen IBMs treue Geschäftskunden nicht verschreckt werden. Aber nur auf Geschäftskunden wird sich Lenovo nicht beschränken. Auf der CeBIT machte Marketing Director PCD Kathleen Peters im Gespräch mit der PC-WELT klar, dass die neue Firma nun die Marktführer Dell und HP angreifen will.

Dazu sollen auch Angebote für Privatkunden gehören: Lenovo will die strikte IBM-Ausrichtung auf Produkte für Geschäftskunden ändern - spätestens 2006 will Lenovo mit PCs und Notebooks auch um Privatanwender werben. Ob das bedeutet, dass der treue Intel-Partner IBM als Lenovo auch PCs und Notebooks mit AMD-Prozessoren ins Programm nimmt, wurde aber nicht verraten.

IBM-Lenovo-Deal vorerst auf Eis (PC-WELT Online, 01.02.2005)

IBM-Übernahme: Nach dem großen Deal (PC-WELT Online, 10.12.2004)

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