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IBM sammelt Gesundheitsdaten von Apple-Nutzern

14.04.2015 | 13:28 Uhr |

IBM will die über Apple Healthkit gesammelten Daten in der Cloud speichern, auswerten und interessierten Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur Verfügung stellen.

IBM gründet dafür eine eigene Firma: Die IBM Watson Health. Um die analytischen Fähigkeiten von Watson zu verbessern, hat IBM zuvor schon zwei Firmen aufgekauft, die sich mit der Analyse von Big Data befassen.
 
Die medizinischen Daten der Apple-Nutzer sollen in der Watson Health Cloud liegen, wie IBM mitgeteilt hat. Dort können dann zum Beispiel Wissenschaftler für medizinische Forschungszwecke darauf zugreifen. Aber auch Ärzte sollen Zugriff auf die Daten bekommen. Für die Erstellung von geeigneten Analyse-Apps stellt Apple ohnehin schon das ResearchKit bereit.
 
Apple entwickelt also die Apps zum Sammeln und Auswerten der Medizin-Daten. Und IBM speichert und analysiert sie in seiner Cloud. Die Daten sollen aber nur anonymisiert in der Cloud gespeichert werden und sich somit nicht einer konkreten Person zuweisen lassen.
 
Apple Healthkit dürfte vor allem über die neue Apple Watch Gesundheitsdaten sammeln. Denn anders als das iPhone befindet sich die Apple Watch typischerweise den Großteil des Tages am Körper des Besitzers und kann beispielsweise dessen Puls, aber auch die Zahl der zurückgelegten Schritte und der hochgestiegenen Stufen erfassen. Healthkit kann mit dem richtigen Zubehör zudem auch den Schlaf überwachen und das Gewicht sowie den Blutdruck des Benutzers speichern. Auch die Sauerstoffsättigung kann damit erfasst werden.
 
Auch Johnson & Johnson, ein Unternehmen, das medizinische Geräte und Operations-Roboter herstellt, kooperiert mit IBM bei Watson Health. Johnson & Johnson will die Gesundheitsdaten, die von seinen Insulin-Pumpen, Zuckerspiegelüberwachungsgeräten und anderen Geräten erfasst werden, an die Watson Health Cloud übermitteln und im Gegenzug beispielsweise optimierte Therapie- und Rehabilitationspläne für seine Kunden beziehungsweise Patienten entwerfen. Ebenfalls mit an Bord ist der Medizintechnik-Hersteller Medtronic, der die Daten für intelligente Insulinpumpen verwenden will.

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