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IBM positioniert den Mainframe als SOA-Hub

16.05.2007 | 09:24 Uhr |

Mit einer Reihe von Software-Tools und Marketingaktionen versucht IBM, seine Großrechner vom Typ "System Z" als zentrale Server in Service-orientierten Architekturen (SOA) zu vermarkten.

Auf der Suche nach neuen Einsatzmöglichkeiten für seine Mainframe-Systeme hat IBM das Hype-Thema Service-orientierte Architekturen (SOA) entdeckt. Die Marketiers gehen davon aus, dass sich die Zahl der auf den Big Irons verarbeiteten Transaktionen mit dem Trend zu SOA bis zum Jahr 2010 verdoppeln könnte. "Immer mehr Workloads werden auf den Mainframe zurückverlagert", erklärte Steve Mills, Chef der IBM Software Group, auf einer Analystenveranstaltung in New York.

Im Mittelpunkt der Strategie stehen mehrere Softwarewerkzeuge, die es Unternehmen erlauben sollen, den Großrechner als zentralen Server in einer SOA-Infrastruktur zu nutzen. Dazu gehören die Produkte "Rational Cobol Generation Extension" und "Rational Cobol Runtime" für das IBM-eigene Mainframe-Betriebssystem z/OS. Entwickler könnten damit SOA-Anwendungen für den Großrechner erstellen, warb Hayden Lindsey, IBM Distinguished Engineer in der Rational-Softwaresparte.

Um Mainframe-Daten mit komplexen Geschäftsprozessen in einer SOA zu verknüpfen, bringt IBM die BPM-Engine "Websphere Process Server for Z" (BPM = Business Process Management). Mit dem "Websphere Enterprise Service Bus for System Z" steht Anwendern künftig eine Integrationsplattform für Anwendungen und Services einer SOA auf dem Mainframe zur Verfügung. IBM ergänzt die ESB-Funktionen mit einer neuen Version des "Websphere Message Broker".

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