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IBM entwickelt Black Box für Autos

15.04.2005 | 11:16 Uhr |

Forscher von IBM und aus Dubai entwickeln eine Art Black Box für Autos, um künftig die Zahl der Unfalltoten zu reduzieren und Fahrer anzuhalten, sich an die Geschwindigkeitsgrenzen zu halten.

IBM und Wissenschaftler aus Dubai entwickeln eine Black Box für Autos. Dies soll - sobald einsatzfähig - die Zahl der Unfalltoten in den Vereinigten Arabischen Emiraten reduzieren. Darüber hinaus sollen sich über das System gestohlene Autos wieder auffinden lassen und Fahrer gewarnt werden, sobald sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreiten, berichten unsere Kollegen des IDG News Service.

Der im Gerät integrierte Recorder zeichnet Geschwindigkeit und Position des Fahrzeugs auf. Letzteres kann beispielsweise bei einem Unfall zu schnelleren Reaktionszeiten der Rettungskräfte führen. Die Entwicklung der Black Box läuft bereits seit zwei Jahren.

Die Zahl der Autounfälle in Dubai gehört zu den höchsten weltweit. Knapp eine Million Menschen bewohnen ein Areal von rund 35 km². Zwischen 2001 und 2003 stieg die Zahl der durch Verkehrsunfälle zu Tode gekommenen Personen von 185 auf 217, so die dortigen Behörden. Zum Vergleich: In Frankreich liegt die Zahl der Verkehrstoten pro eine Million Einwohner bei 138 und in Großbritannien bei 61.

Die Black Box soll relativ günstig als Zusatzausstattung angeboten werden. Sie basiert auf der Power-Computing-Architektur von IBM. Die Position des Fahrzeugs wird per GPS ermittelt, andere Sensoren messen die Geschwindigkeit und kommunizieren mittels GMS oder GPRS mit zentralen Servern. Das Design und die Testphase der Black Box sollen laut IBM im Mai 2006 abgeschlossen sein.

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