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Gerücht

IBM entlässt angeblich 112.000 Mitarbeiter (Update)

26.01.2015 | 13:43 Uhr |

IBM soll nach US-Medienberichten knapp über ein Viertel seiner Mitarbeiter weltweit entlassen. Fast 112.000 IBMler müssen demnach bis Ende Februar das Unternehmen verlassen. Update: IBM Deutschland will sich zu den Gerüchten nicht äußern.

IBM soll laut US-Medienberichten im Februar 2015 26 Prozent seiner 430.000 Mitarbeiter entlassen. Demnach müssen also fast 112.000 Menschen gehen. Und zwar rund um den Globus.

Diese Entlassungswelle, die zu dem riesigen unter dem Codenamen "Project Chrome" laufenden Umstrukturierungsprojekt gehört, würde den bisherigen Negativrekord aus dem Jahre 1993 noch übertreffen. Damals setzte Big Blue 60.000 Mitarbeiter vor die Tür.

Der im Silicon Valley gut vernetzte IT-Wirtschaftsjournalist Robert X. Cringely hatte als erster von dem riesigen Stellenabbau berichtet. Die Entlassungen sollen Cringely zufolge nächste Woche beginnen und bis Ende Februar abgeschlossen sein. Cringely macht massives Missmanagement für die Probleme von IBM und dem daraus resultierenden Stellenabbau verantwortlich.

IBM ist schon seit einiger Zeit kein PC-Hersteller mehr – Hardware macht nur noch einen ganz kleinen Teil am Geschäft von IBM aus. IBM verdient sein Geld stattdessen in erster Linie mit Dienstleistungen für Datenzentren, Mainframes und damit verbundener Software. Doch weil immer mehr Unternehmen ihre eigenen Datencenter schließen und ihre IT hin zu Clouddiensten verlagern, gerät IBM unter Druck. Denn damit benötigen die Firmen IBM und dessen Dienstleistungen nicht mehr. Und so soll denn auch besonders der Mainframe und Storage-Bereich einen schweren personellen Aderlass erleiden, wenn die US-Berichte zutreffen.

IBM hat dieses Problem durchaus erkannt und vor einiger Zeit den Cloud-Service-Provider SoftLayer gekauft. Damit muss IBM nun seine Aufholjagd auf Microsoft, Google und Amazon starten.
 
Für die nötige Umstrukturierung dürfte aber angesichts des Umfangs der Entlassungen vielen der im Unternehmen verbleibenden Mitarbeitern die Motivation fehlen. Oder wie US-Medien lästern: Viele IBMler dürften jetzt erst einmal ihre linkedIn-Profile auf den aktuellen Stand bringen…

Update 13:42 Uhr: Das sagt IBM Deutschland...nicht

PC-WELT fragte bei IBM Deutschland nach, was an den US-Berichten dran ist. Die dürre Antwort von Hans-Jürgen Rehm, Unternehmenskommunikation IBM Deutschland: „IBM kann zu Gerüchten und Spekulationen keine Stellungnahme abgeben.“

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