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IBM empfiehlt Unternehmen Tor zu blockieren

26.08.2015 | 12:29 Uhr |

IBM empfiehlt Unternehmen TOR-Dienste aus ihren Netzwerken auszusperren. Zu groß sei die Gefahr einer Infizierung.

Unternehmen sollten aus Gründen der Sicherheit alle Tor-Dienste blockieren. Das empfehlen die Sicherheitsexperten des X-Force-Teams von IBM in ihrem aktuellen Security-Report. Dem Bericht zufolge wird das verschlüsselte Netzwerk verstärkt zur Übertragung und Verbreitung von Schädlingen verwendet. Zwischen dem 1. Januar und dem 10. Mai 2015 habe es demnach über 180.000 solcher schädlichen "Traffic-Events" allein in den USA gegeben.

Ziel der Angreifer sei es dabei nicht Geld zu verdienen, sondern über Spionage an wertvolle Informationen aus der Industrie zu gelangen. Entsprechend häufig seien Information- und Telekommunikationsunternehmen im Visier der Angreifer. Diese seien allein in diesem Jahr bisher durch 300.000 solcher "Traffic-Events" getroffen worden. Mit 250.000 Ereignissen folgen Unternehmen aus dem Herstellungssektor.

Für Unternehmen sei es deshalb wichtig direkt an der Firewall einen Zugriff auf das Tor-Netzwerk zu verhindern. Sowohl die eingehenden als auch die ausgehenden Verbindungen zum Tor-Netzwerk müssten wirksam gekappt werden. Tor möge zwar nützlich zum Schutz der Privatsphäre sein, aber es dürfe keinerlei Verbindung zu einem Unternehmensnetzwerk haben.

Mit Tor surfen Sie anonym im Internet - für Privatanwender ist das weiterhin durchaus interessant.

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