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IBM baut Supercomputer

14.05.2006 | 15:04 Uhr |

Um das Verhalten von Molekülen zu simulieren und so die Nanotechnologie voran zu treiben, setzen Forscher auf den BluGene Supercomputer von IBM.

Das steigende Interesse an Nanotechnologie erfordert immer höhere Rechenkapazitäten. Diese werden im Fall des Rensselaer Polytechnic Institutes von IBM zur Verfügung gestellt. Das 100 Millionen US-Dollar schwere Rechenzentrum in New York wurde erbaut, um die Maschinen zur Produktion elektronischer Bauteile noch weiter zu verkleinern. Dies kann nur mit einer Technologie erreicht werden, die in einer atomaren Größenordnung arbeitet.

Das Herzstück dieser Anlage ist ein IBM BluGene Supercomputer, der sobald er fertig gestellt wird, 70 Trillionen Rechenoperationen in einer einzigen Sekunde ausführen kann. Damit wäre dieser Rechenknecht der schnellste Universitätsrechner der Welt. Laut Aussagen von IBM ist diese Power auch dringend notwendig, da man langsam an die Grenzen von Moores Gesetz stoßen würde. Die 1965 gefasste Feststellung von Gordon Moore besagt, dass sich die Anzahl der Transistoren auf einer bestimmten Fläche innerhalb eines Jahres verdoppeln wird und damit leistungsfähigere Chips ermöglicht. Um diesem Gesetz auch in Zukunft folgen zu können, wird eine Beherrschung der Nanotechnologie unabdingbar. Das derzeitige Limit der Größenreduktion einer Leiterbahn kann nur mit neuen Technologien im atomaren Bereich noch weiter vorangetrieben werden.

Das Forschungscenter wird jedoch auch für andere Bereiche, in denen eine enorme Rechenleistung benötigt wird, genutzt werden, z.B. im Bereich der Dynamik von Flüssigkeiten oder der Produktion von Flugzeug-Bauteilen. Doch auch für den Privatanwender könnten einige der Forschungen relevant sein: So arbeite man an winzigen Batterien, die z.B. in PCs oder Digitalkameras verbaut werden könnten.

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