IBM

Solid-State-Arbeitsspeicher soll Computer revolutionieren

Einen Hauptspeicher, der schnell, robust und energiesparend ist und gleichzeitig Daten nichtflüchtig speichert, entwickelt IBM.
IBM erforscht gemeinsam mit dem taiwanesischen Industrial Technology Research Institute (ITRI) die Racetrack-Memory-Technologie. Dabei handelt es sich um ein neues Hauptspeichersystem, den Solid State Drives (SSD) nicht unähnlich. Doch statt als Ersatz für die Festplatte steht bei Racetrack Memory der Arbeitsspeicher im Zentrum der Forschung.

Erst im April 2008 war es dem IBM -Mitarbeiter Dr. Stuart Parkin geglückt, ein Racetrack-Memory-System zu entwickeln. Die Technologie basiert auf einer Spule mit Nanodrähten, um die gewissermaßen die Daten „rennen“. Ohne bewegliche Teile kommt Racetrack aus und vereint einige der Kernmerkmale einer SSD: nur geringer Energiehunger, wenig Wärme-Entwicklung, geringe Fehleranfälligkeit, Langlebigkeit und hohe Performance. Gleichzeitig soll die speicherbare Datenmenge auf vergleichbarer Baugröße deutlich steigen.

Mit Racetrack sollen neue Geräte möglich werden, die mehr Daten speichern können, als das heute denkbar ist. Außerdem erlaubt das Speichersystem sehr schnelle Boot-Zeiten bei PCs. Obwohl als Hauptspeicher eingesetzt, sind die Informationen auf den Racetrack-Memory-Komponenten nicht flüchtig, sprich: sie bleiben dauerhaft gespeichert. IBM und ITRI forschen derzeit an neuen Materialien und Strukturen, um die Technologie weiter zu verbessern und zur Serienreife zu bringen. (jp)

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