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IBM-Großrechner mit PS3-Chip

29.04.2007 | 14:38 Uhr |

Der Technologie-Konzern arbeitet zusammen mit Hoplon an einer Großrechnerplattform, die den Cell-Prozessor in einer Hybrid-Umgebung kombiniert. Damit soll ein extremes Maß ein Leistungsfähigkeit und Flexibilität ermöglicht werden.

IBM kündigt die Zusammenarbeit mit der Online-Spielefirma Hoplon an, um den Cell Prozessor, der auch in Sonys PlayStation 3 zum Einsatz kommt, in einer Großrechnerplattform zu realisieren. Den Schritt, den extrem leistungsfähigen Chip der Spielkonsole zu nutzen, hängt mit der erhofften Geschäftsrelevanz von virtuellen Welten zusammen. So will IBM in Zukunft mehr auf dreidimensionale elektronische Umgebungen setzen, die virtuelle Welten oder Online-Spiele mit Millionen Menschen und einer wesentlich detailreicheren Darstellung als heute ermöglichen sollen.

„Die Kombination aus der Großrechnerplattform IBM System z als sichere und zuverlässige Transaktionsplattform mit der Cell Broadband Engine zeigt, wie Innovation aussehen kann. Dies ist eine für viele sicher überraschende Kombination zweier Technologien, mit deren Hilfe virtuelle Welten und das 3D-Internet die stabile Technologieplattform erhalten, die es braucht, damit aus Visionen Realität wird.", so Herbert Kircher, Geschäftsführer des deutschen IBM Entwicklungszentrums.

Experten arbeiten im Böblinger Zentrum bei Stuttgart unter anderem an der Entwicklung von IBM Großrechnertechnologien und dem Cell Prozessor. Zudem beschäftigt sich das ansässige Kompetenzzentrum mit dem Thema virtuelle Welten. Die Verknüpfung beider Technologien im Rahmen der Partnerschaft mit Hoplon zeuge laut IBM von der wieder entdeckten zentralen Rolle des Großrechners in der IT-Welt. Diese hat sich mit einem Umsatzwachstum von 12 Prozent im ersten Quartal 2007 bereits als sehr wichtig erwiesen.

In den vergangenen Jahren setze IBM primär auf Großrechner für Linux-, Java- und andere Anwendungen, die traditionell auf x86- oder Unix-Systemen abliefen.

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