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Hotmail-Bug übermittelt Mail-Adressen

Microsoft hat eine erneute Sicherheitslücke in seinem kostenlosem Mail-Service Hotmail bestätigt. Durch sie soll es möglich sein, dass die Mail-Adressen der Hotmail-Mitglieder ohne deren Kenntnis an Online-Werbetreibende übermittelt werden.

Microsoft hat eine erneute Sicherheitslücke in seinem kostenlosem Mail-Service Hotmail bestätigt. Durch sie soll es möglich sein, dass die Mail-Adressen der Hotmail-Mitglieder ohne deren Kenntnis an Online-Werbetreibende übermittelt werden.

Das Problem machte schon bei diversen anderen Internet-Anbietern Schlagzeilen. Es besteht darin, dass die Daten über HTML-Mail übermittelt werden, die ein Werbe-Banner enthält. Nach Angaben des Sicherheitsexperten Richard M. Smith wird die Mail-Adresse des Anwenders allein durch das Lesen einer solchen Nachricht an die Firma übertragen, die das Banner geschaltet hat.

Microsoft führt das Problem auf die Technik und die Art und Weise zurück, wie URLs (siehe Glossar) konstruiert sind. Laut Firmensprecherin Melissa Covelli gibt es keine Anzeichen dafür, dass einer der Werbekunden die Informationen bemerkt habe. "Wir wissen, dass keine der Mail-Adressen missbräuchlich verwendet wurde." Microsoft arbeite an einer Lösung, die allerdings ein komplettes Redesign der Hotmail-Technik erfordere. Man werde den Fehler aber bis August beheben.

Der unabhängige Experte Smith schätzt jedoch, dass das Problem schon seit Monaten besteht und dass mehrere Millionen Mail-Adressen auf diesem Weg weitergegeben wurden. Die meisten Werbeagenturen würden die Daten jedoch nicht verwenden.

Microsofts web-basierter, kostenloser Mail-Service Hotmail hat derzeit rund 67 Millionen Mitglieder. (PC-WELT, 13.07.2000, sp)

Hotmail-Loch geschlossen (PC-WELT Online, 27.4.2000)

Neues Sicherheitsloch in Hotmail (PC-WELT Online, 25.4.2000)

Sicherheitslücke in Hotmail geflickt (PC-WELT Online, 5.1.2000)

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