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Käufer haben kaum Interesse an Entschädigung

25.06.2008 | 14:06 Uhr |

Rechtsanwälte hatten den "Hot-Coffee"-Mod für GTA: San Andreas zu einem Skandal aufgebauscht und Take 2 dazu gezwungen, an die Käufer des Spiels eine Entschädigung zu zahlen. Doch im Vergleich zu den Millionen verkauften Expemplaren für Konsolen und PC, zeigten sich nur wenige Käufer an einer Entschädigung interessiert, wie sich nun gezeigt hat.

Im November 2007 hatte Take 2 zugestimmt, an die "Opfer" der Hot-Coffee-Mod-Affäre im Spiel "Grand Theft Auto: San Andreas" eine Entschädigung zu zahlen . Take 2 hatte seinerzeit die Bereitschaft erklärt, jeden Käufer des Spiels mit zwischen 5 und 35 US-Dollar zu entschädigen.

Letztendlich scheinen in dem Fall aber vor allem die Rechtsanwälte verdient zu haben, die Take 2 zu dieser Entschädigungszahlung brachten. Wie die New York Times berichtet, waren insgesamt elf Rechtsanwaltskanzleien an dem Fall beteiligt.

Take 2 hatte seinerzeit zugestimmt, neben der Entschädigungszahlung an die GTA-Käufer auch die Gebühren für die Anwälte zu begleichen. 1,3 Millionen US-Dollar an Anwaltsrechnungen musste Take 2 an die Rechtsanwälte zahlen. Im Vergleich: Bis zum Stichtag am 16. Mai meldete sich nur eine vergleichbar geringe Zahl an GTA-Käufer, die eine Entschädigung verlangten. 2.676 um genau zu sein. Damit übersteigen die Anwaltskosten um ein vielfaches den Betrag, den Take 2 zusätzlich an die Käufer zahlen muss.

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