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Home, Smart Home

24.09.2005 | 19:54 Uhr |

Sie wollen in einem VERNETZTEN HAUS wohnen, das mitzudenken scheint und das Leben erleichtert? Kein Problem: Vieles von dem, was wie „Star Wars“ klingt, ist bereits machbar. Ob es alltagstauglich ist, muss sich noch herausstellen.

„Wie Sie sehen, sehen Sie nichts!“ Tobias Groten, Gründer der Software-Firma Tobit, lädt zur Besichtigung des „Easy-Living- Hauses“. Auf den ersten Blick bietet es wenig Spektakuläres: Kein Blinken, kein Piepen, keine futuristischen Elemente deuten darauf hin, dass das Einfamilienhaus auf dem Firmengelände im westfälischen Ahaus zu den innovativsten Gebäuden der Republik zählt. Im Gegenteil, Technik ist kaum zu sehen. Aber der Schein trügt – die High-Tech steckt im Inneren und schafft Komfort, der wegweisend für das Wohnen im 21. Jahrhundert ist.

Wie von Geisterhand: Es werde Licht

Doch von der elektronischen Hausintelligenz ist nichts zu sehen. PC-Monitor? Gibt’s nicht. Fernseher? Gehört ebenfalls nicht zur Einrich tung. Sogar Lichtschalter fehlen. Die sind auch gar nicht nötig, denn ein zentraler Rechner sorgt dafür, dass niemand im Dunklen steht. Im ganzen Haus verteilte Temperaturfühler, Lichtmesser und Bewegungsmelder geben ihre Beobachtungen an den Rechner weiter. Der entscheidet je nach Situation, was zu tun ist. Wenn es draußen stürmt und regnet, zieht er die Vorhänge vor, dreht die Heizung auf – und sobald jemand den Raum betritt, geht das Licht an. Das hat natürlich seine Tücken: Der Abstecher zur Gästetoilette führt ins Dunkle, weil der Bewegungsmelder nicht anschlägt und die Hand vergeblich nach dem Lichtschalter neben der Tür tastet. Der Hausherr entschuldigt sich für das aktuelle Software-Problem, eilt mit einem kleinen Infrarot-Sender zu Hilfe und zielt auf die Lampe. Und siehe da: Sie leuchtet auf. „Natürlich wäre es Unsinn, alles ausschließlich vom Rechner steuern zu lasen. Da kann ja immer mal was ausfallen.“

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