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Home-Banking-System geknackt

Das Online-Banking-System HBCI ist offenbar nicht sicher. In einem Test fanden Experten heraus, dass bösartige Programme beim Einlesen der Chipkarte Zugriff auf die PIN des Bankkunden erhalten können.

Das Online-Banking-System HBCI (Homebanking Computer Interface) ist nach Informationen des Hessischen Rundfunks (HR) nicht sicher. Dem HR-Magazin "Trends" zufolge, das die Sicherheit des Online-Banking bei der Dresdner Bank unter die Lupe genommen hat, können sich Hacker übers Internet Zugriff auf fremde Konten verschaffen und von diesen Überweisungen tätigen.

Mit HBCI werde zwar das Kopieren des geheimen Krypto-Schlüssels, der den Bankkunden autorisiert, verhindert. Sobald der Kunde jedoch die Karte ins Lesegerät stecke, könne ein eingeschleustes Trojanisches Pferd aktiv werden. Dieses Programm spioniert die PIN (Personal Identification Number) aus und kann so im Namen des Kunden Transaktionen durchführen, so das Magazin. Die Dresdner Bank hat die Sicherheitsmängel bestätigt.

HBCI, ein System, das den Nutzer über eine persönliche Chipkarte identifiziert, ist bei zahlreichen Banken im Einsatz. Angeblich haben Sicherheitsexperten schon immer vor Mängeln gewarnt - die Banken hätten jedoch aus Kostengründen auf ein besseres System verzichtet. (PC-WELT, 04.05.2000, dpa/ sp)

Vorsicht beim Online-Banking (PC-WELT Online, 3.5.2000)

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