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Hololens: Microsoft lüftet HPU-Geheimnis

24.08.2016 | 12:08 Uhr |

Microsoft hat zum ersten Mal die Details zur HPU in der Hololens verraten, die dort neben der CPU und GPU werkelt.

Seit Anfang August darf nun fast jeder die Microsoft Hololens kaufen. Ein gut gehütetes Geheimnis blieb bisher, was es genau mit der HPU auf sich hat, die in der Hololens neben der CPU und GPU im Einsatz ist. Es gab nur sehr vage Hinweise zum Hololens-Innenleben. Am Rande der Hot Chips Conference in Cupertino (Kalifornien) hat sich Microsoft nun aber zum ersten Mal zur HPU geäußert, wie die britische IT-Site The Register meldet.

Mit "HPU" bezeichnet Microsoft die "Holographic Processing Unit", die eine wichtige Rolle für den "Zauber" der Hololens spielt. Wieso, wird nun deutlich. Bei der HPU handelt es sich den jetzigen Angaben von Microsoft zufolge um einen speziellen für die Hololens entwickelten Coprozessor, der im 28-Nanometer-Verfahren hergestellt wird.

Hololens - Microsofts AR-Brille im Hands-on

Der Chip besitzt insgesamt 24 Digital-Signal-Prozessor-Kerne (DSP). Die DSP-Kerne sind im Gegensatz zu herkömmlichen CPU-Kernen darauf ausgelegt, die ständig in großen Massen  einfließenden digitalen Signale zu verarbeiten, die die Hololens-Kameras und -Sensoren liefern. Sie spielen für die AR-Fähigkeiten der Hololens also die wichtigste Rolle. Die DSP-Kerne können diese Daten 200 Mal schneller verarbeiten, als dies mit einer 14nm Intel Cherry-Trail-CPU und Software möglich wäre.

Rein technisch gesehen besitzt die Microsoft-HPU außerdem etwa 65 Millonen Logikgatter , 8 Megabyte SDRAM und 1 GB DDR3-Speicher. Der Verbrauch der HPU soll bei unter 10 Watt liegen.

Die Rechengeschwindigkeit der Hololens-HPU bei der Verarbeitung der digitalen Signale wird mit 1 Billion Berechnungen pro Sekunde angegeben. Die HPU gibt dann die verarbeiteten Daten an die CPU weiter und entlastet diese dadurch immens. Die CPU kann ihre Rechnengeschwindigkeit dadurch auf den Betrieb des Windows-10-basierten Betriebssystems und die Hololens-Apps konzentrieren. Die HPU errechnet also letztendlich die AR-Elemente, die über die Hololens in der realen Welt eingeblendet werden.

Das Team aus CPU, GPU und HPU (plus Speicher, Software, etc) sorgen letztendlich dafür, dass die Hololens völlig autonom arbeiten kann und im Gegensatz zu VR-Lösungen wie HTC Vive oder Oculus Rift kein Rechner benötigt wird.

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