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Hohe Nachfrage: Lieferengpass bei Intel-Chipsätzen

21.08.2006 | 14:02 Uhr |

Im Juni kündigte Intel die 965-Serie an, Chipsätze, die mit Intels Core-2-Duo-Prozessoren zusammenarbeiten. Die Nachfrage nach PCs hat nun so stark zugelegt, dass es zu einem Lieferengpass gekommen ist. Manch ein Beobachter fühlt sich da an ähnlich gelagerte Probleme im letztem Jahr erinnert, die dafür verantwortlich gemacht wurden, dass das Unternehmen Marktanteile an den Erzrivalen Advanced Micro Devices verlor.

Die Nachfrage nach neuen PCs ist steil angestiegen, nachdem die beiden Mikroprozessor-Hersteller im Juli den Rotstift bei den Preisen ansetzten ( wir berichteten ). Und der scharfe Anstieg bei den Käufen hat dazu geführt, dass Komponenten-Hersteller Mühe haben, Schritt zu halten, so Sunny Han, Marketing Direktor bei Asustek Computer Inc - Asutek liefert beinahe 40 Prozent der Motherboards weltweit, was dem Unternehmen einen guten Einblick in die Industrie gewährt und wie es um die Situation bei der Komponentenlieferung bestellt ist.

"Dieses Jahr gibt es Probleme beim 965-Chipsatz", so Han. Von Störungen bei der Produktion ist ihm aber nichts bekannt, demzufolge glaubt er, dass die starke Nachfrage schlicht und einfach als Überraschung kam.

Ein Geschäftsführer von Giga-Byte Technology, einem weiteren taiwanesischen Hersteller, behauptet, dass der Engpass bei mehreren Chips der 965-Familie existiert. Insbesondere aber beim G965 für den Consumer-Bereich, also Desktop PCs - zu der 965-Chipsatz-Serie gehören außerdem der Q965 sowie der P965.

Die Lieferengpässe des letzten Jahres wurden erst Anfang diesen Jahres endgültig geklärt. Das Unternehmen gelobte damals sicherzustellen, dass sich etwas derartiges nicht noch einmal wiederholt. Dazu stellte der Chiphersteller auch zwei Fabrik-Anlagen ab, die sich um die Herstellung der neuen 965-Chipsatz-Familie kümmern und für genügend Nachschub sorgen sollten, so Richard Malinowski, General Manager bei Intels Chipset Group, auf einem Meeting mit Herstellern im Juni. Was nun die derzeitige Lage betrifft, dazu wollte sich Intel noch nicht äußern.

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