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Höllenmaschine 6 – Hauptplatine Asus Rampage V Extreme

04.09.2014 | 10:10 Uhr |

Für die optimale Grundlage des Höllen-Systems der Höllenmaschine 6 holen wir uns das aktuelle Top-Modell von Asus ins Gehäuse, das Rampage V Extreme mit Intel-X99-Chipsatz, DDR4-Unterstützung, SATA-Express, WLAN-ac sowie speziellen Komponenten für Overclocker.

Das knapp 400 Euro teure Mainboard Rampage V Extreme stammt aus Asus Gaming-Serie „Republic of Gamers“ (kurz ROG) und hat den Anspruch, das „Beste aus dem X99 herauszuholen“. Gemeint ist natürlich der brandneue Intel-Chipsatz, der in Zusammenspiel mit den neuen Intel-CPUs der Haswell-E-Architektur einige Neuheiten ermöglicht: Zu den wichtigsten Dingen zählt vor allem die Unterstützung für Achtkern-Prozessoren, schließlich setzen wir beim Höllen-System auf den Hexadeca-Core Intel Core i7-5960X . Nicht minder wichtig ist auch die Kompatibilität zu DDR4-Arbeitsspeicher, denn wir stellen dem Rechenchip satte 64 GB aus Corsairs Dominator-Platinium-Serie zur Seite, bei der sich der Arbeitstakt auf flotte 2800 MHz beläuft.

Video: Das Mainboard der Höllenmaschine 6

Ausstattungs- und Schnittstellenwunder: Asus Rampage V Extreme

Da die CPU der Höllenmaschine 6 40 PCI-Express-3.0-Kanäle besitzt, lässt sich beispielsweise ein Verbund aus drei Grafikkarten mit den Geschwindigkeiten x16-x8-x8 betreiben. Welche Grafiklösung zum Einsatz kommt, können wir zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht verraten. Neben den viermal PCI Express 3.0 stehen auch noch jeweils PCIe x16 sowie x1 zur Verfügung.

Das Mainboard hat genug PCI-Express-Slots, um auch vier Grafikkarten parallel zu betreiben.
Vergrößern Das Mainboard hat genug PCI-Express-Slots, um auch vier Grafikkarten parallel zu betreiben.
© Asus

Asus hat sein Flaggschiff natürlich bis oben hin mit Schnittstellen vollgepackt. So stehen an der Rückseite des Motherboards insgesamt zehnmal USB 3.0 und zweimal USB 2.0 bereit, sowie ein Gigabit-LAN-Port, 8-Kanal-Audiobuchsen und ein optischer S/PDIF-Ausgang. Auffällig sind am I/O-Panel natürlich auch die drei Anschlüsse für Wifi-Antennen: Das WLAN-ac-Modul funkt dank Dual-Band-Technik im 2,4- oder 5-GHz-Netz und erreicht eine Datenrate von bis zu 1300 Mbit/s. Neben den acht SATA-3-Schnittstellen gibt es auch noch zweimal SATA-Express (SATAe) sowie einen M.2-Sockel. Bluetooth in der stromsparenden Version 4.0 ist ebenfalls noch mit an Bo(a)rd.

An Schnittstellen mangelt es dem Asus Rampage V Extreme wohl kaum, auch WLAN-ac und einen überarbeiteten Ethernet-Port bietet das Motherboard.
Vergrößern An Schnittstellen mangelt es dem Asus Rampage V Extreme wohl kaum, auch WLAN-ac und einen überarbeiteten Ethernet-Port bietet das Motherboard.
© Asus

Und da der taiwanische Hersteller natürlich besonders die Gamer im Fokus hat, sind auch zahlreiche Techniken integriert, die den Spielealltag komfortabler, wenn nicht sogar besser machen. Der Onboard-Sound „SupremeFX“ ist dank Isolierung vor elektromagnetischen Störungen geschützt und will dank ausgewählter Komponenten einer separaten Soundkarte in nichts nachstehen – doch aufgrund unserer hohen Ansprüche setzen wir dennoch auf das PCI-Express-Modell Asus ROG Xonar Phoebus .

Neben den acht SATA-3-Schnittstellen stattet der Hersteller das Mainboard auch mit zwei SATA-Express-Anschlüssen aus.
Vergrößern Neben den acht SATA-3-Schnittstellen stattet der Hersteller das Mainboard auch mit zwei SATA-Express-Anschlüssen aus.
© Asus

Auch beim LAN-Anschluss geht der Hersteller keine Kompromisse ein und verbaut den neusten Intel-Ethernet-Chip I218-v. Somit soll eine geringere CPU-Belastung bei höherem TCP- und UDP-Durchsatz möglich sein. Auch bei der Buchse selbst setzt Asus auf den neuen „LANGuard“-RJ45-Anschluss: Moderne Signalkopplungs-Techniken und edle Kondensatoren ermöglichen einen höheren sowie stabileren Durchsatz, während spezielle Komponenten wie die „ESD Guards“ das Mainboard vor Überspannungen oder Entladungen aufgrund von Blitzeinschlägen oder anderen Spannungsspitzen schützt. Software-seitig kommt das Tool „GameFirst III“ zum Einsatz, das den Netzwerkverkehr zugunsten Ihrer Online-Games priorisiert und somit auch den Ping verbessern kann.

Overclocking Armory: Bereit fürs Übertakten

Neben den eigens verarbeiteten oder beschichteten Drosseln, Phasen und Spannungsreglern gibt es eine weitere Besonderheit: Der sogenannte OC-Sockel von Asus verwendet zusätzliche Pins, um die Funktionen der Haswell-E-Architektur freizuschalten und zusammen mit gesonderten Asus-Schaltungen zu verbinden. Dadurch sollen höhere DDR4-Speicherfrequenzen, mehr Stabilität sowie niedrigere Latenzen beim Übertakten möglich sein. Trotz der zusätzlichen Pins ist das Mainboard voll kompatibel zu allen Prozessoren mit dem LGA-2011-3-Sockel. Ab Werk unterstützt das Rampage V Extreme bereits DDR4-RAM mit Geschwindigkeiten von bis zu 3300 MHz, beim Übertakten sind sogar noch höhere Frequenzen möglich.

Der OC-Sockel von Asus verfügt über zusätzliche Pins, um alle Funktionen der Haswell-E-CPUs freizuschalten.
Vergrößern Der OC-Sockel von Asus verfügt über zusätzliche Pins, um alle Funktionen der Haswell-E-CPUs freizuschalten.
© Asus

Mit der „T-Topology-Schaltung“ minimiert Asus Störungen und Signalreflektionen, um das Maximum aus den Speichermodulen zu holen. Zur komfortableren Bedienung verbaut Asus außerdem noch verschiedene Bedienelemente direkt auf der Platine, um so beispielsweise in den abgesicherten Modus zu booten oder das System (neu) zu starten, während eine Diagnose-LED mit verschiedenen Codes über den aktuellen Zustand des Boards informiert.

Das „OC Panel“ aus dem Lieferumfang lässt sich als Schaltzentrale für Übertakter sehen, denn hier zeigt das Panel auf einem 2,6 Zoll großen Display verschiedene Werte wie Temperaturen, Taktraten und Lüftergeschwindigkeiten in Echtzeit an. Dabei stellt Sie Asus vor die zwei Möglichkeiten: Die erste besteht darin, das Panel in die Frontseite des Gehäuses in einen 5,25-Zoll-Schacht einzubauen, um alle Werte im Blick zu haben und auf Knopfdruck in zwei Stufen zu übertakten oder die Geschwindigkeiten des CPU-Lüfters zu regeln. Bei der zweiten Möglichkeit stellen Sie das OC-Panel als externe Konsole auf, um noch mehr Möglichkeiten zu erhalten, wie beispielsweise weitere Bedienelemente oder einfaches VGA Hotwiring.

Das mitgelieferte OC-Panel lässt sich entweder in das Gehäuse einbauen (links), oder auch als externe Konsole mit zusätzlichen Features aufstellen (rechts).
Vergrößern Das mitgelieferte OC-Panel lässt sich entweder in das Gehäuse einbauen (links), oder auch als externe Konsole mit zusätzlichen Features aufstellen (rechts).
© Asus

 
 

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