18.02.2002, 10:42

Liane Dubowy, Tilman Streif

Höchste Zeit, die Löcher zu stopfen

In seiner Mail wies Bill Gates ausdrücklich auf Hiobsbotschaften aus den vergangenen Monaten hin, unter anderem auf "eine ganze Reihe von bösartigen Computerviren". Damit bezog er sich auf Sabotageprogramme, die im vergangenen Jahr gezielt und erfolgreich Windows-Computer angriffen. Zunächst befiel der Wurm Code Red über eine Million Server, dann folgte die noch tückischere Infektion mit Nimda, einem Programm, das sich auf mindestens zwei Millionen Festplatten einnistete.
Insbesondere die in Betriebssysteme wie Windows 2000 integrierte Microsoft-Serversoftware IIS (Internet Information Server) leidet unter argen Sicherheitsdefiziten. Das wurde durch die Code-Red- und Nimda-Attacken deutlich.
Diese Probleme könnten dem Geschäft mit der Microsoft-Serversoftware erheblich schaden. Führende Wirtschafts-Beratungsunternehmen wie die Gartner Group aus dem US-Bundesstaat Connecticut empfehlen ihren Kunden bereits Alternativen, Programme wie Apache oder die Serverkomponente iPlanet von Microsofts langjährigem Browserkrieg-Gegner Netscape.
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