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Hoaxmap entlarvt falsche Gerüchte über Flüchtlinge

10.02.2016 | 15:35 Uhr |

Hoaxmap hat es sich zum Ziel gesetzt, falsche Meldungen über Flüchtlinge zu sammeln. Und jeder Nutzer darf sich beteiligen.

Immer wieder kursieren falsche Gerüchte über Flüchtlinge im Web und in sozialen Netzwerken. Diese Gerüchte werden meistens ohne eine Überprüfung geteilt. Oder sind schon lange widerlegt und werden dennoch weiter geteilt. Dabei ergibt oft eine genauere Recherche, dass an den Gerüchten überhaupt nichts dran ist. Das Web-Projekt Hoaxmap hat es sich zum Ziel gesetzt, solche falschen Gerüchte über Asylsuchende zu sammeln und zu dokumentieren. Die Web-Gemeinde wird aufgefordert, sich an der Aktion mit der Weitergabe von Informationen zu beteiligen.

Bis Mittwochnachmittag sind bereits 187 Fälle auf Hoaxmap gesammelt worden. Zu jedem Gerücht findet sich ein Link, mit dem das Gerücht bereits widerlegt worden ist. Wie etwa das Gerücht, das ein CDU-Politiker in Umlauf gebracht hatte und laut dem Flüchtlinge in einem Freibad in Thüringen durch massive Überfälle aufgefallen seien. Sowohl der Betreiber des Freibads als auch die Polizei widersprachen schnell dem Gerücht.

Die entsprechenden falschen Gerüchte lassen sich auch über die Suche auf Hoaxmap schnell finden. Wer beispielsweise auf Facebook gehört hat, dass in Heidelberg eine Lidl-Filiale wegen der verstärkten Diebstähle durch Flüchtlinge schließen musste, der erfährt auf Hoaxmap, was wirklich an der Sache dran ist: Nichts. Die besagte Filiale hatte nie derartige Probleme und war auch nie geschlossen.

"Die Hoaxmap ist aus dem Wunsch heraus entstanden, eine Ordnung in die Vielzahl gestreuter Gerüchte zu bringen und die Dekonstruktion selbiger zu erleichtern", heißt es seitens der Macher. Sämtliche "Auflösungen" seien etablierten Medien entnommen und entsprechend verlinkt.

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