73728

Hoaxes per Instant Messenger

08.05.2006 | 16:51 Uhr |

Neben den üblichen Mail-Hoaxes gibt es auch IM-typische Falschmeldungen.

Der klassische Verbreitungsweg für Hoaxes, also Kettenbrief-artig verbreitete Falschmeldungen, sind weitergeleitete Mails. Daneben hat sich jedoch auch in den Netzen der Instant Messenger (IM) wie ICQ oder MSN eine eigene Hoax-Kultur entwickelt. Es werden nicht nur die bereits per Mail bekannten Falschmeldungen herum geschickt, auch IM-typischer Unfug geht den Benutzern zunehmend auf die Nerven.

Hoaxes, die per ICQ (hier stellvertretend auch für andere Instant Messenger) verbreitet werden, unterscheiden sich von den Mail-Hoaxes durch das Fehlen eines Betreffs, eine an sich löbliche Kürze der Texte und IM-typische Themen aus. Angefangen hat es vor einigen Jahren mit Warnmeldungen, eine bestimmte ICQ-Version sei mit einem Virus verseucht oder die Downloads von einem bestimmten Server seien infiziert.

Ein Klassiker sind inzwischen auch Meldungen, ICQ werde demnächst kostenpflichtig. Hierzu gibt es eine fortgesetzte Serie von Kettenbriefen, in denen es heißt, der vorherige (zum Beispiel dritte) Rundbrief sei nicht ernst genommen worden und ICQ müsse daher einen weiteren (aktuell vierten) Rundbrief starten. Den soll der Empfänger an alle Kontakte schicken, dann würde seine ICQ-Blume blau. Er müsse dann weiterhin nichts bezahlen, andernfalls würde jede Nachricht bald 0,10 Euro kosten.

Eine andere Serie, die schon seit Jahren läuft, warnt vor nicht näher bezeichneten Viren. Ein bestimmter, häufig variierter Benutzername nebst ICQ-Nummer soll angeblich ein Virus sein, die "ganze Festplatte" zerstören oder formatieren und "verkrüppelte Körperteile am PC anzeigen". Auch diese Warnungen sollen die Empfänger an alle Kontakte senden, "auch an die off sind".

Auch neue Smileys soll es geben. Sie werden für den freigeschaltet, der eine diesbezügliche Meldung an mindestens zehn Personen in seiner Kontaktliste sendet. Ausgesprochen makaber und geschmacklos ist ein Kettenbrief, in dem ein angeblich totes, sieben-jähriges Mädchen droht, sie würde nachts mit einem Messer neben dem Bett erscheinen, wenn der Empfänger die Nachricht nicht binnen zehn Minuten an 15 Personen schicke.

Bei MSN und dem zugehörigen Mail-Dienst Hotmail gibt es ganz ähnliche Hoaxes. Besonders häufig sind Variationen des Thema "MSN ist überfüllt", MSN werde inaktive Konten löschen. Der Empfänger solle die Nachricht weiterleiten, damit sein Konto nicht gelöscht würde.

Im letzten Jahr kursierte sowohl auf ICQ als auch auf MSN eine Mitteilung mit der Eröffnung "In Afrika sterben Kinder!". Die UNICEF habe daher mit ICQ (MSN) eine Vereinbarung geschlossen, dass für zehn Weiterleitungen dieser Nachricht fünf Euro an eine Operation "Kinder in Not" gehen sollten. Zur Belohnung würde das jeweilige IM-Logo blau.

Nichts von alledem stimmt. Bitte leiten Sie derartigen Unfug nicht weiter. Melden Sie solche Hoaxes bei Hoax-Info.de .

Die Top Hoaxes 2005
Hoax-Info.de: ICQ-Hoaxes , MSN-/Hotmail-Hoaxes

0 Kommentare zu diesem Artikel
73728