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Hintergründe zum Deal 3Dfx-Nvidia

29.01.2001 | 16:44 Uhr |

Die Übernahme von 3Dfx durch Nvidia ist so gut wie komplett: Ein detaillierter Bericht, den die Grafikkartenhersteller 3Dfx und Nvidia am Freitag der Börsenaufsicht in New York vorlegten, schildert den Niedergang von 3Dfx und den anschließenden Verkauf an Nvidia.

Ein detaillierter Bericht, den die Grafikkartenhersteller 3Dfx und Nvidia am Freitag der Börsenaufsicht in New York vorlegten, schildert den Niedergang von 3Dfx und den anschließenden Verkauf an Nvidia.

Wie die Website www.3dconcept.ch berichtet, habe 3Dfx im September 2000 kurz vor der Pleite gestanden. Gründe seien das Verschieben der neuen Chipgeneration und der Absprung ehemaliger 3Dfx-Kunden wie Diamond und Hercules gewesen. Nach dem Erwerb von STB im Dezember 1998 beschloss 3Dfx, Voodoo-Grafikchips nur noch auf eigenen Karten zu verbauen.

Bis Dezember führte 3Dfx mit mehreren Investoren Gespräche über eine Finanzspritze für das Unternehmen. Letztlich zeigte sich jedoch nur Nvidia, das seit Ende Oktober mit 3Dfx verhandelte, zu einer Beteiligung bereit. Trotzdem stimmte der 3Dfx-Verwaltungsrat Anfang Dezember erst einem zweiten, verbesserten Angebot von Nvidia zur Übernahme zu.

Zum Abschluss des Geschäfts steht noch die Zustimmung der 3Dfx-Aktionäre aus. Allerdings gestaltete Nvidia die Bedingungen derart, dass eine Ablehnung kaum vorstellbar ist: Sonst müsste 3Dfx rund 8,3 Millionen Dollar an Nvidia zurückzahlen. Außerdem gehen die Technikpatente sowie der Markenname von 3Dfx auf jeden Fall an Nvidia. (PC-WELT, 29.01.2001, tr)

Dokument zur Übernahme

3dfx-Übernahme: Chips teurer? (PC-WELT Online, 27.12.2000)

Nvidia nimmt 3Dfx-Karten vom Markt (PC-WELT Online, 22.12.2000)

3Dfx-Support ungeklärt (PC-WELT Online, 21.12.2000)

Übernahme des Jahres: Nvidia schluckt 3dfx (PC-WELT Online, 18.12.2000)

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