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Hillary Clintons Helfer veröffentlichen Mail-Adressen

31.05.2000 | 11:45 Uhr |

Das Wahlhelfer-Komitee von Hillary Clinton hat versehentlich die Mail-Adressen von 200 amerikanischen Top-Pressevertretern veröffentlicht. Fatale Auswirkungen hatte das Versehen vor allem, weil einer der Empfänger dafür sorgte, dass die Adressliste im Internet veröffentlicht wurde. Zahlreiche Journalisten wurden daraufhin mit Spam überschüttet.

Das Wahlhelfer-Komitee von Hillary Clinton hat versehentlich die Mail-Adressen von 200 amerikanischen Top-Pressevertretern veröffentlicht. Wie das Branchenblatt The Standard berichtet, hatte das "Hillary Clinton for Senate"-Komitee eine Wahlkampfveranstaltung der First Lady per Serien-Mail angekündigt. Dabei waren die Mails nicht als Blindkopien mit verdeckten Adressen versandt worden, sondern für jeden einzelnen Empfänger sichtbar.

Unter den 200 Empfängern befanden sich einige Star-Journalisten aus Fernsehen und Print. Teilweise waren auch private Mail-Adressen der Medienvertreter im Verteiler der Clinton-Mail zu sehen.

Einer der Empfänger spielte die Adressliste dem Internet-Skandal-Reporter Matt Drudge zu, der wiederum alle Mail-Adressen auf seiner Website veröffentlichte. Nachdem verschiedene Medienstars seither mit jeder Menge Nonsens-Mails und Spam zugeschüttet wurden, ist der Sturm der Empörung gegen das Clinton-Komitee entsprechend groß.

Matt Drudge war 1998 zu zweifelhaftem Ruhm gekommen, nachdem er über seine Web-Site den "Monicagate"-Skandal um Bill Clinton losgetreten hatte. Seitdem gilt Drudge als "Bad Boy" des Internet-Journalismus. (PC-WELT, 31.05.2000, jas)

"Hillary Rodham Clinton For U.S. Senate"-Komitee

http://www.drudgereport.com

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