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Hilfe gegen Spam

26.09.2000 | 11:39 Uhr |

Gegen die Flut ungewollter Massen-Mails scheint doch ein Kraut gewachsen zu sein: Zahlreiche US-Mail-Marketingunternehmen haben sich zur Responsible Electronic Communications Alliance (RECA) zusammengeschlossen, um künftig Verbraucher besser vor Werbe-Spams schützen zu können.

Gegen die Flut ungewollter Massen-Mails scheint doch ein Kraut gewachsen zu sein: Zahlreiche US-Mail-Marketingunternehmen haben sich zur Responsible Electronic Communications Alliance (RECA) zusammengeschlossen, um künftig Verbraucher besser vor Werbe-Spams schützen zu können.

"Der Industrie ist bewusst geworden, dass man die Privatsphäre der Internet-Nutzer besser schützen muss", erklärte Chris Wolf, Anwalt aus Washington und künftiger Präsident der Vereinigung, die Idee für die Initiative. "Wenn wir uns nicht selbst in diese Richtung engagieren würden, hätte mit Sicherheit die US-Regierung gegen Mail-Marketing interveniert."

Als erstes Ziel hat es sich die RECA gesetzt, einheitliche Standards für Mail-Werbung zu formulieren. Diese sollen wiederum auf den Richtlinien des US-Handelsministeriums basieren. Die Federal Trade Commission hatte die Online-Marketingunternehmen unter anderem etwa aufgefordert, den Empfängern von Spam-Mails die Möglichkeit einzuräumen, sich über die digitalen Briefwurfsendungen zu beschweren. Die Vereinigung will diese Forderung in ihren Statuten festschreiben, womit die Einhaltung für alle Mitglieder bindend ist.

Für die nächsten Monate plant die RECA insbesondere, Richtlinien zu erarbeiten, nach denen der Versand von Werbemails nur dann zulässig ist, wenn Internet-Nutzer vorab dem Empfang zugestimmt haben. Details hierzu sollen demnächst diskutiert werden.

Zu den Gründungsmitgliedern der Responsible Electronic Communications Alliance zählen auch die führenden Online-Marketingagenturen DoubleClick und 24/7 Media sowie zahlreiche Internet-Dienstleister wie etwa Axicom.

Allein in den USA soll die Mail-Marketingbranche Prognosen zufolge 1,3 Milliarden US-Dollar umsetzen. Bis im Jahr 2004 werden gar fünf Milliarden US-Dollar erwartet. (PC-WELT, 26.09.2000, jas)

AOL wegen Mail-Sperre verklagt (PC-WELT Online, 04.08.2000)

Millionen Porno-Mails versandt (PC-WELT Online, 07.06.2000)

Spam-Schutz für Hotmail (PC-WELT Online, 05.04.2000)

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