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Hilfe für Open-Source-Entwickler

02.02.2005 | 12:22 Uhr |

Das neu gegründete Software Freedom Law Center will Free- und Open-Source-Entwicklern hilfreich zur Seite stehen.

Die größte Gefahr für freie Software sind nicht Hacker, Viren oder Bugs. Nein, auch Microsoft ist nicht DIE Bedrohung für Open-Source-Projekte. Sondern Rechtsanwälte respektive deren Auftraggeber, die Entwickler von freier Software wegen Urheberrechtsverstößen und Ähnlichem verklagen. Das neu gegründete Software Freedom Law Center will in solchen Fällen Open-Source-Programmierern Beistand leisten.

Vor einiger Zeit sorgte das Vorgehen von SCO für Unruhe unter Linux-Anwendern. Die Firma behauptete, Linux-Entwickler hätten unrechtmäßig Teile des SCO-Unix-Programms in Linux übernommen, und verlangte deshalb Lizenzabgaben ( PC-WELT berichtete ). Deshalb strengte das Unternehmen auch Klagen gegen Firmen an, die auf Linux setzen, wie beispielsweise IBM ( wir berichteten ).

Große Linux-Nutzer und -Entwickler wie IBM haben eigene Rechtsabteilungen und können sich bei so einem Angriff wehren. Doch ein einzelner Programmierer, der Open-Source-Projekte entwickelt, kann durch eine solche juristische Attacke schnell in die Knie gezwungen werden. Auch dann, wenn er im Recht ist – denn erstmal braucht er Geld und Nerven, um sich juristische wehren zu können.

Hier will jetzt das Software Freedom Law Center eingreifen. Es bietet unter anderem Hilfe bei der Lizenzierung, bei der Verteidigung und Durchsetzung eigener Lizenzen und Rechte sowie bei der Führung von Prozessen an.

Das Software Freedom Law Center will seine Hilfe weltweit zur Verfügung stellen. Als Gründungskapital stehen vier Millionen Dollar zur Verfügung. Sitz der Vereinigung ist New York.

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