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Hilary Rosen legt Chefposten bei der RIAA Ende 2003 nieder

23.01.2003 | 13:05 Uhr |

Hilary Rosen, Chief Executive Officer (CEO) der RIAA, hat angekündigt, ihren Posten Ende des Jahres 2003 niederlegen zu wollen. Als Grund gab die Chefin der mächtigen Lobby an, mehr Zeit mit ihren Kinder verbringen zu wollen.

Hilary Rosen, Chief Executive Officer (CEO) der RIAA , hat angekündigt, ihren Posten Ende des Jahres 2003 niederlegen zu wollen. Mit dem Abgang dieser Speerspitze der Musikindustrie gegen Online-Piraterie verliert die Tauschbörsen-Community eines ihrer obersten Feindbilder, berichtet die New York Times.

Rosen übernahm im Jahr 1998 das Amt des CEO beim US-Musikverband, als sich die Auswirkungen des Internets auf die Industrie erstmals bemerkbar machten. Mit ihrem Kampf gegen illegale Kopien und Urheberrechtsverletzungen schaffte sie sich aber nicht nur Freunde. So erhielt Rosen zum Teil auch Todesdrohungen fanatischer Verteidiger von Tauschbörsen.

Rosen verfügt über vorzügliche Kontakte nach Washington und unterstützte so kontroverse Gesetze wie den Digital Millenium Copyright Act, dem Kritiker vorwerfen, geistiges Eigentum über Informationsfreiheit zu stellen. Die mit jährlich einer Million Dollar entlohnte Chefin der RIAA kam 1997 zum Verband.

Als Grund für ihren Rücktritt gab Rosen an, mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen zu wollen.

US-Gericht: Provider muss Kazaa-Nutzerdaten an RIAA rausrücken (PC-WELT Online, 22.01.2003)

Musikindustrie fordert gemeinsamen Kampf gegen Online-Piraten (PC-WELT Online, 20.01.2003)

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