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Würfel zeigt intuitive 3D-Gestensteuerung

06.02.2010 | 14:39 Uhr |

Drei Unternehmen haben sich zusammengetan, um mit dem "Gesture Cube" das Steuerungs-Konzept der Zukunft vorzulegen. Der Würfel mit fünf Bildschirmseiten, den Ident Technology, Zinosign und Lunar Europe entworfen haben, setzt auf 3D-Gesten ganz ohne Bildschirmberührung, um eine intuitive Bedienung zu ermöglichen.

Die Grundlage für die Steuerung des Würfels bildet dabei die Ident-Technologie GestIC. "Der große Wert davon ist, dass Bewegungen im Raum auch ohne Kamera erkannt werden können", erklärt Ident-Marketingverantwortlicher Werner Witte im Gespräch mit pressetext. Das Gesture-Cube-Konzept dient primär der Illustration, welche Möglichkeiten dadurch entstehen. Technische Grundlage für die Gestensteuerung ist, dass um das Gerät ein schwaches elektrisches Feld erzeugt wird. Das Greifen mit der Hand beeinflusst dieses so, dass die Position erfasst werden kann. So kommt die Bedienung des Gesture Cube ganz ohne Bildschirmberührung aus. Das vermeidet auch störende Fingerabdrücke, die bei Touchscreens oft zum Ärgernis werden.

Die Gesten selbst haben teils Ähnlichkeit mit jenen bei Multitouch-Systemen, andere aber sind völlig neu. Zum Vergrößern einer Anwendung auf einer der Bildschirmflächen wird diese beispielsweise durch Fingerspreizen aufgebläht, während Nachrichten auf dem Bildschirm praktisch durch Abwinken verschwinden. Eine Abwärtsbewegung entlang einer Würfelkante kann zum Drosseln der Lautstärke einer Musikanwendung dienen. Wird der Würfel doch einmal in die Hand genommen, um ihn in einen anderen Raum zu bringen, friert vorübergehend das Nutzerinterface ein.

Das Design des Gesture Cube sehen die Unternehmen als so schlicht und schön, dass er gleichzeitig als Skulptur den Wohnraum aufwerten könne. Freilich handelt es sich bisher nur um ein Konzeptgerät, dem ein realer Prototyp folgen könnte. Danach, dass er tatsächlich als Produkt umgesetzt wird, sieht es derzeit nicht aus. Allerdings soll er neue innovative Lösungen auf Basis der genutzten Technologie inspirieren.

Das Unternehmen Jobo hatte anlässlich der IFA Berlin 2009 einen digitalen Fotorahmen mit GestIC-Steuerung vorgestellt. Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft dürfen Kunden laut Witte eine Reihe weiterer Produkte in den Bereichen Elektronik und Computer-Zubehör erwarten.

(pte)

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