26.06.2012, 12:58

Hans-Christian Dirscherl

High Roller

Weltweiter Finanzbetrug trifft auch deutsche Konten

Weltweiter Finanzbetrug trifft auch deutsche Konten ©istockphoto.com/skynesher

Das Sicherheits-Unternehmen McAfee will zusammen mit dem auf Online-Banking-Sicherheit spezialisierten Unternehmen Guardian Analytics einen weltweiten Finanzbetrug aufgedeckt haben. Auch deutsche Institute sollen betroffen sein.
McAfee und Guardian Analytics sei es gelungen, einen weltweit operierenden Ring von Finanz-Betrügern aufzudecken. Er soll insgesamt zwischen 60 Millionen und 2 Milliarden Euro gestohlen wurden. Weltweit wurden mindestens 60 Banken nachweislich Opfer dieser betrügerischen Transfers, wie McAfee ausführt. In Deutschland konnten 176 Konten identifiziert werden, von denen Geldbeträge in Höhe von über 960.000 Euro entwendet wurden.
Der Betrugsring, der aufgrund der Größe der befallenen Konten „High Roller“ genannt wurde, hat McAfee zufolge Bankensysteme weltweit befallen und besteht aus mindestens einem Dutzend Gruppen. Diese verwenden aktive und passive automatisierte Transfersysteme, um unbemerkt Gelder von mehreren Tausend Konten mit besonders hohem Wertstand abzubuchen. Betroffen sind Finanzinstitute aller Größenordnungen, dazu gehörten regionale Häuser ebenso wie Großbanken.

Die Angreifer nutzen Schadprogramme, die selbständig Geld auf sogenannte „Mule-Konten“ transferieren. Diese Vorgehensweise erfordert nicht nur Erfahrung im Umgang mit Schadprogrammen, sondern auch tiefergehende Kenntnisse über Banktransaktionen.
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