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Hewlett-Packard hält an eigenem Unix-Derivat fest

21.10.2004 | 10:36 Uhr |

HP lässt sein eigenes Unix-System nicht sterben. Das betonte das Unternehmen heute als Reaktion auf diesbezügliche Gerüchte, die Konkurrent Sun gestreut hatte.

Die Zeiten sind hart für Unix. Es machen sich nicht nur diverse Derivate dieses Betriebssystems gegenseitig Marktanteile streitig, auch Linux sägt am Ast von Unix. Hewlett-Packard widersprach jetzt dem Gerücht, das Unternehmen plane die Einstellung von HP-UX, dem Unix-Ableger von HP.

HP brachte im August 2004 die neue Version von HP-UX 11i v2 auf den Markt. Das Unternehmen will zudem die Weiterentwicklung des Betriebssystems vorantreiben. Die nächste Version - HP-UX 11i v3 - soll voraussichtlich Ende 2005 auf den Markt kommen, wie Hewlett-Packard jetzt bekannt gab.

Die Gerüchte über das Ende für HP-UX tauchten auf, nachdem Sun Microsystems auf seiner Website behauptet habe, dass HP-UX keine Zukunft hätte, wie HP erläutert. Sun stütze seine Behauptung darauf, dass das angekündigte HP-UX 11i v3 nicht vor Ende 2005 ausgeliefert werden soll. Diese Version, die ein gemeinsames Betriebssystem für HP 9000 und HP Integrity Server bereitstellen sollte, war ursprünglich für Ende 2004 vorgesehen. Durch die Verzögerung sehe Sun die Investitionen von HP-UX Kunden gefährdet.

Auf Kundenwunsch habe HP jedoch wesentliche Elemente von HP-UX 11i v3 bereits in das im August vorgestellte HP-UX 11i v2 einfließen lassen, wie das Unternehmen entgegnet. Hierzu gehöre zum Beispiel die gemeinsame Plattformunterstützung für HP 9000 und HP Integrity Server, ein plattformübergreifendes Management und verbesserte Funktionen für den Einsatz in Rechenzentren. Die wichtigste Kundenforderung - ein gemeinsames Betriebssystem für HP 9000 und HP Integrity - habe HP mit HP-UX 11i v2 sogar noch vor dem ursprünglich vorgesehenen Auslieferungstermin erfüllt.

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