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Hewlett-Packard feuert 1500 Mitarbeiter in Deutschland

Jetzt liegen die Fakten auf den Tisch: 1500 Mitarbeiter müssen HP bis Ende 2006 verlassen.

Der US-Computerkonzern Hewlett Packard will bis Ende 2006 in Deutschland 1500 Arbeitsplätze abbauen. In ganz Europa werden bis 2008 5969 Stellen wegfallen. Weltweit will HP knapp ein Zehntel der 150.000 Arbeitsplätze abbauen, wie unsere Schwesterpublikation Computerwoche berichtet.

Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Hewlett-Packard GmbH, Hans-Ulrich Holdenried, nannte heute die genaue Zahl der Mitarbeiter, die in Deutschland entlassen werden sollen. Von insgesamt 9250 Mitarbeitern in Deutschland werden bis Ende 2006 1500 Mitarbeiter entlassen. Das entspricht rund 17 Prozent der Belegschaft hierzulande.

Betroffen sind in unterschiedlicher Weise alle Geschäftsbereiche und alle Funktionen, sagte Holdenried. Abteilungen, die starken Kundenbezug haben, sind weniger betroffen als so genannte Backoffice-Funktionen. Betroffen sind Mitarbeiter, die in Deutschland für HP Deutschland arbeiten, aber auch solche, die hierzulande für HP Europa und für HP weltweit tätig sind.

Mit dem Betriebsrat stehe man im Dialog. Es seien, so Holdenried weiter, noch keine Entscheidungen zu einzelnen Standorten getroffen worden. Es müssten alle Optionen geprüft werden, insofern sei es auch möglich, Standorte zu schließen.

HP hatte nach der Fusion mit Compaq hierzulande im Jahr 2002 zunächst rund 7500 Angestellte. Im Zuge von Restrukturierungsmaßnahmen wurde diese Zahl im Lauf der Zeit bereits auf rund 6500 reduziert. Nach der Übernahme des Thyssen-Krupp-Dienstleisters Triaton wechselten rund 2000 Mitarbeiter zu HP. Allerdings ist Triaton momentan immer noch rechtlich eigenständig, wird aber in den Berechnungen der Mitarbeiterzahl von HP schon mitgezählt.

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