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Hersteller zertifizieren Kabel-Set-Top-Boxen

Der Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland verzichtet auf eine Zertifizierung der von Herstellern angebotenen Set-Top-Boxen. Zukünftig müssen die Hersteller die Konformität der Geräte durch eine Selbsterklärung nachweisen.

Kabel Deutschland will durch diese Entbürokratisierung der Vorschriften die Digitalisierung weiter vorantreiben. Die Hersteller müssen durch die Selbsterklärung bestätigen, dass die Geräte Jugendschutz- und Kopierschutzfunktionen aufweisen. Gleichzeitig muss das für Kabel Deutschland notwendige Verschlüsselungssystem Nagra oder eine geeignete Alternativtechnik per Common Interface unterstützt werden. Alle anderen Funktionen wie elektronische Programmführer (EPG), Schnittstellen für interaktive Anwendungen oder sonstige Software-Standards können von den Herstellern frei eingebaut werden. "Durch die Selbstzertifizierung der Endgerätehersteller werden die Einführungskosten neuer Receiver in den deutschen Kabelmarkt deutlich gesenkt", sagte Kabel Deutschland-Direktor Dr. Manuel Cubero. Gleichzeitig ermögliche man durch die Lockerung der Vorschriften eine neue Produktvielfalt. Die Kunden könnten in Zukunft selbst entscheiden, welche Ausstattung einer Set-Top-Box für die persönlichen Bedürfnisse notwendig ist. (fba)

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