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Hersteller von DVD-Kopiersoftware verklagt Filmstudios

24.04.2002 | 16:46 Uhr |

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass seitens der Musik- oder Filmindustrie Klagen gegen Hersteller von Kopiersoftware oder Betreiber von Tauschbörsen eingereicht werden. Jetzt hat ein Entwickler einer DVD-Kopiersoftware den Spieß umgedreht und verklagt seinerseits neun Hollywood-Studios.

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass seitens der Musik- oder Filmindustrie Klagen gegen Hersteller von Kopiersoftware oder Betreiber von Tauschbörsen eingereicht werden. Jetzt hat "321 Studios" , Entwickler der DVD-Kopiersoftware "DVD Copy Plus", den Spieß umgedreht und seinerseits neun Hollywood-Studios verklagt.

Das Unternehmen befürchtet, dass die Filmstudios unter Berufung auf den so genannten "Digital Millenium Copyright Act" (DMCA) den Vertrieb der Software per Gericht verbieten lassen könnte. 321 Studios möchte mit seiner Klage erreichen, dass das Gericht dahingehend urteilt, dass die Software eben nicht gegen den DMCA verstößt.

"Wofür wir kämpfen, ist das Recht der Menschen, eine Sicherungskopie ihrer DVDs zu erstellen", so Robert Moore, Präsident und COO von 321 Studios. Allerdings geht es wohl auch um das Geschäft als solches, denn seit Erscheinen der Software vor zehn Monaten wurden 75.000 Stück verkauft.

Die Klage richtet sich namentlich gegen neun Hollywood-Studios, darunter MGM, Sony und Time Warner Entertainment. Ihnen wird vorgeworfen, zusammen gegen "321 Studios" vorzugehen, um die 20-köpfige Firma aus dem Geschäft zu verdrängen.

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