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Webapplikation ermöglicht virtuelle Einkaufstour

05.07.2009 | 15:35 Uhr |

Herold hat sein Informationsportal mit einer Flash-Applikation für 360-Grad-Straßentouren erweitert. Besucher der Webseite haben fortan über die flash-basierte, für 3D-Panoramen optimierte Betrachterapplikation krpano, die Möglichkeit, sich auf virtuellem Wege durch die wichtigsten Einkaufsstraßen österreichischer Landeshauptstädte zu klicken und dort ansässige Geschäftslokale, Hotels und Restaurants zu besichtigen.

Dafür wurden alle 20 Meter sowie in den jeweiligen Geschäftslokalen Panoramabilder aufgenommen, die im JPG-Format als visuelle Basis der Webanwendung dienen. Um die detailgetreuen Bilder abrufen zu können, ist der Flash-Player in der Version 9 oder höher nötig. Im Zuge weiterer Ausbaustufen sollen die virtuellen Straßentouren wie bei Google Earth mit weiterführender Information angereichert werden.

"Unsere Kunden - etwa Geschäftsbetreiber in den Einkaufsstraßen - werden, wenn auch nicht uneingeschränkt, die Möglichkeit bekommen, eigenen Content wie zum Beispiel Sonderangebote oder spezielle Hinweise einzustellen", sagt Barbara Schrottner, Director Productmanagement Internet von Herold , gegenüber pressetext. Das Einstellen zusätzlicher Inhalte ist jedoch gewissen Grenzen unterworfen. Einerseits soll die zentrale Geschäftsausrichtung Herolds als Informationsdienstleister weiterhin im Vordergrund stehen, andererseits muss das Datenverkehrsvolumen im Auge behalten werden. Eine Einbettung von eigenen Applikationen für Buchungs- oder Reservierungszwecke ist daher nicht angedacht. Stattdessen sollen Links zu Buchungsservices und Webseiten von Kunden führen. "Wir sind prinzipiell für alles offen. Unser zentrales Anliegen ist und bleibt jedoch die Gewinnung von Neukunden für unsere Partner", betont Herold-Geschäftsführer Thomas Friess.

Die Aufnahmen der Straßenabschnitte und Geschäftslokale wurden mit einer Canon Eos 50D- Spiegelreflexkamera mit Panoramaobjektiv und speziellem Stativ realisiert. Aktualisierungen der Fotos werden je nach Bedarf erfolgen, etwa im Falle von Neueröffnungen und Umbauten. Die Ablichtung der wichtigsten Einkaufsstraßen Österreichs soll noch diese Woche in Linz und Graz abgeschlossen werden. Die gute Qualität der Aufnahmen setzt einen leistungsstarken Internetanschluss für eine komfortable Nutzung voraus. Herold sah sich bislang in datenschutztechnischer wie -rechtlicher Hinsicht mit keinen Problemen konfrontiert. Personen würden stets und Geschäfte in den angezeigten Bereichen im Bedarfsfall anonymisiert, heißt es bei Herold.

Das Herold-Portal ist bereits für mobile Endgeräte adaptiert worden, wofür auf die Darstellung dynamischer Inhalte verzichtet wurde. Adobe plant jedoch, seine Flash-Technologie in absehbarer Zeit auch auf mobile Endgeräte zu bringen. Technische Anpassungen werden von Herold je nach User- und Kundenfeedback bzw. technischer Funktionalität unternommen, so Schrottner. Eigene Versionen der Webanwendung für alternative Technologien wie etwa Microsofts Silverlight seien zwar denkbar, jedoch angesichts einer 98-prozentigen Marktdurchdringung und der plattformübergreifenden Verwendbarkeit von Flash ziemlich unwahrscheinlich. Herold arbeite auch mit Google in puncto Suchmaschinenoptimierung zusammen, was entsprechende Pageranks nach sich ziehe, eine Integration der neuen Anwendung in Google Maps sei jedoch nicht geplant, so Friess abschließend. (pte)

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